Integration

Sprachkurse: Warum viele Flüchtlinge daran scheitern

Der Staat pumpt Hunderte Millionen in Integrationskurse. Viele schaffen den Aufstieg in Deutschland, andere lernen nur mühsam das Alphabet.

Eine Lehrerin unterrichtet Deutsch in einer Klasse mit Geflüchteten und Migranten in Bayern. Vieles hängt vom Einsatz der Lehrkraft ab, sagen Experten.

Eine Lehrerin unterrichtet Deutsch in einer Klasse mit Geflüchteten und Migranten in Bayern. Vieles hängt vom Einsatz der Lehrkraft ab, sagen Experten.

Foto: dpa Picture-Alliance / Daniel Karmann / picture alliance / dpa

Berlin..  Nicht immer läuft es so glatt wie beim Mohamad Zarda. Der junge Syrer flieht 2015 nach Deutschland, an seinem Geburtstag erreicht er die Grenze. Erst lässt ihn das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, kurz Bamf, nicht in den Integrationskurs, weil über seinen Antrag auf Asyl noch nicht entschieden ist, also geht er in den Kurs, wo Analphabeten das Schreiben lernen, was Zarda längst kann.

„Du bist hier falsch“, sagt der Lehrer. Kurz danach beginnt der heute 29 Jahre alte Syrer den Sprachkurs, besteht die Prüfung, bewirbt sich auf einen Praktikumsplatz bei einem großen deutschen Chemiekonzern.

Sprachkurse für Flüchtlinge: Deutschland wünscht sich Fälle wie Zarda

Es dauert nicht einmal drei Jahre, da hat Mohamad Zarda Deutsch gelernt, einen Ausbildungsplatz zum Fachinformatiker, Geld verdient, eine Wohnung in Berlin, Freunde. Ab und zu besucht er heute seinen alten Deutschlehrer, sie reden, trinken ein Bier.

Es gibt einige neue Mohamad Zardas in Deutschland, die mit viel eigener Energie und guter Bildung nach Deutschland kommen. Die Glück haben, mit ihren Kursleitern, mit Freunden, die ihnen helfen.

Zardas wünscht sich Deutschland. Weil das Land minimal investiert und maximal profitiert. Aber nicht alle haben die Energie wie der junge Syrer. Nicht alle haben das Glück.

Eine Leiterin von Sprachkursen erzählt von Frauen, die Mitten in ihrem Leben das erste Mal einen Stift in der Hand halten.

Medikamente und Angst

Seehofer - Streben Verteilung von Flüchtlingen auf Schiffen an

Eine Helferin, die Unterricht in einer Flüchtlingsunterkunft in Stuttgart gegeben hat, berichtet von jungen Männern, die in der Mittagshitze nur noch schlaff in ihren Stühlen hängen, Ramadan, Fastenzeit. Und andere, die müde sind von den Medikamenten gegen die Angstzustände, die sie immer noch haben seit ihrer Flucht.

Der Syrer Zarda hörte von anderen Syrern, die morgens in den Kurs kommen und nach der ersten Pause nicht mehr an ihrem Platz sitzen. Frauen werden schwanger, Familien ziehen um, andere brechen ganz ab.

Wer mit Leitern von Integrationskursen spricht, mit Flüchtlingshelfern oder Geflüchteten selbst, hört einige dieser Geschichten. Deutschland muss viel investieren, damit diese Menschen ankommen. Passiert das?

1,2 Milliarden Euro gibt der Bund für Sprachkurse aus

1,2 Milliarden Euro gibt der Bund 2019 für Sprachkurse für Migranten und Geflüchtete aus, noch einmal 100 Millionen mehr waren es 2018. Seit 2005 haben laut Bamf 2,25 Millionen Menschen an einem Integrationskurs teilgenommen, sie lernen Deutsch und bekommen nun auch einen Crashkurs in deutscher Geschichte, Werten und Gesetzen. Es soll die Eintrittskarte für dieses Land sein.

Allein 1,15 Millionen Menschen besuchten seit 2015 diese Kurse. Die große europäische Fluchtkrise – sie war auch eine Zäsur für die Kurse zur Integration. Vier Jahre danach findet ein strauchelndes System langsam wieder auf die Beine, sagen manche.

Andrea Herzog erinnert sich noch an ihre Kindheit. Sie erzählt von den vielen Nachkriegsflüchtlingen der jungen Bundesrepublik. In den Neunzigern erlebt sie, wie Menschen vor dem Krieg in Jugoslawien fliehen. „Da gab es keine Angebote wie heute“, sagt sie. Die ältere Frau war lange Lehrerin an einer regulären Schule, als 2015 Hunderttausende Menschen nach Deutschland kamen, begann sie ihren Sprachunterricht für Flüchtlinge.

Bundeswehr beim Bamf

Deutschland sei mit dem System der Integrationskurse vorbildlich, sagt sie. Das gebe es in anderen Staaten wie Frankreich nicht. Aber Herzog sagt auch: Es sei ein Unterschied, ob ein Mensch in Spanien die Realschule besucht hat und dann Deutsch lernt, oder ob jemand in den vergangenen Jahren von Land zu Land geflohen war. Und dann erstmal das Alphabet lernen muss.

Als 2015 an manchen Tagen Zehntausend Menschen über die deutsche Grenze kamen, waren die deutschen Behörden überfordert.

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Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge steckte fast sämtliche Ressourcen in die Registrierung von neuen Schutzsuchenden und in die Bearbeitung von Asylanträgen gesteckt. Und selbst das reichte nicht. Bundeswehr-Soldaten und Finanzbeamte aus anderen Behörden mussten helfen.

„Schlüssel zur Integration“

Wer dauerhaft in Deutschland lebt, soll Deutsch lernen. Neben dem Sprachkurs bietet der Integrationskurs noch eine „Orientierung“, Unterricht über die deutsche Geschichte, die „Werte“ und die Gesetze. „Die Sprache aber ist der Schlüssel zur Integration“, sagt etwa Dirk Frenzel, Geschäftsführer eines sächsischen Handwerkbetriebs, der selbst Flüchtlinge als Auszubildende eingestellt hat.

Nur über Integrationskurse redete 2015 kaum jemand. Dabei stieg die Nachfrage rasant. Dem Bamf und den Anbietern des Sprachunterrichts fehlten Lehrkräfte, Zehntausende Flüchtlinge kamen nicht in Kurse oder mussten Monate warten.

„Die Fluktuation an Trägern und Lehrpersonal war enorm“, erinnert sich Kay Sulk, Sprecher für Integration beim Verband der Volkshochschulen (DVV).

Anbieter stampften Kurse aus dem Boden, holten die Pauschalen des Bundes ein. Mitte 2016 zog das Bamf eine erste Konsequenz aus der Krise – und erhöhte das Honorar der Lehrer von 23 auf 35 Euro pro Stunde. Ende 2017 waren mehr als 1700 Anbieter von Sprachkursen zugelassen.

Geschäft mit der Sprache

Mit der rasant wachsenden Zahl an neuen Flüchtlingen wuchs auch das Geschäft mit der Sprache. Doch viele hielten nicht lange durch, gingen Pleite, wieder andere kamen.

Vor 2015 waren in den Klassenzimmern mehrheitlich Spätaussiedler aus den ehemaligen Ostblock-Staaten oder Migranten vom Balkan, Arbeiter aus Polen, Spanien oder Portugal, Neudeutsche aus Ghana oder England, manche hatten Deutsche geheiratet, andere kamen zur Arbeit.

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Jetzt saßen in den Kursen vor allem Syrer, aber auch Menschen aus Eritrea, Iran, Somalia und Irak. Einige hatten nicht einmal in ihrer Heimat einen Schulabschluss.

Die Trends zeigen sich auch in den Ergebnissen. Auf Nachfrage unserer Redaktion hält das Bundesamt fest, dass knapp die Hälfte aller Teilnehmenden in den Kursen das anvisierte Sprachniveau „B1“ nicht schafft. Wer B1 hat, kann sich „einfach und zusammenhängend über vertraute Themen und persönliche Interessengebiete äußern“, heißt es.

Mehr Frauen in den Klassenzimmern

Immerhin ein Drittel erreicht noch das niedrigere Level „A2“ und „kann mit einfachen Mitteln die eigene Herkunft“ und „die direkte Umgebung“ beschreiben. Ein geringerer Anteil der Teilnehmer erreicht auch A2 nicht. Man muss diese Vorgeschichte kennen, um die aktuelle Lage zu verstehen, in der das Bamf die Integrationskurse neu organisieren muss.

Mittlerweile gehen die Zahlen der neuen Asylsuchenden in Deutschland deutlich zurück, der Anteil der EU-Bürger in den Kursen ist 2018 wieder auf knapp ein Viertel gestiegen, Syrer werden weniger. Und mehr Frauen kommen in die Kurse: 2018 stieg ihr Anteil auf 55,3 Prozent. 2017 waren es noch 43,5.

Und weil das Bamf die größten Stapel der Asylentscheide aus den vergangenen Jahren abgearbeitet hat, werden Kräfte frei für die Integration. Stimmt der Kurs?

Deutschland muss deutlich mehr Menschen erst einmal das Alphabet beibringen, bevor sie Deutsch für ihren Alltag lernen können. Die Anzahl der „Alphabetisierungskurse“ ging nach Angaben des Bamf „erheblich“ nach oben, auf rund 1500.

Dieser spezielle Integrationskurs geht über 1300 Unterrichtsstunden, noch einmal 300 mehr als die regulären Kurse. Zwar erreichte 2018 knapp die Hälfte laut Bamf nach dem Kurs das Niveau A2 und immerhin 17 Prozent das bessere „B1“.

Acht verschiedene Kurse

Aber das Bamf schreibt auch, dass die Teilnehmer selbst nach den 1300 Stunden in der Regel „nicht genauso schnell und flüssig schreiben“ wie andere Zuwanderer und Geflüchtete. Das Bundesamt bietet mittlerweile acht verschiedene Kurse an, darunter spezielle Angebote für Frauen, sogar für Hörgeschädigte und Menschen, die zwar etwa Arabisch in der Schule gelernt haben, aber die lateinische Schrift noch nicht können.

Und die Behörde hat laut einem internen Merkblatt rund in 5700 Fällen 2018 und 2700 Fällen bis Ende Mai 2019 Kinderbetreuung für Mütter und Väter bewilligt, die sonst an keinem Kurs teilnehmen könnten. „Berufsbezogene“ Sprachkurse gibt es und in Einzelfällen sogar „Sozialbegleitung“.

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Die Welt der Migranten in Deutschland ist vielfältiger geworden, und damit auch ihr Können und ihre Probleme. Das Bamf hat darauf reagiert. Dennoch berichten mehrere Helfer, die Erfahrung mit den Integrationskursen haben, noch immer: Der Unterricht sei zu schnell, zu schematisch, die Klassen zu groß.

Manche „Regionalkoordinatoren“ des Bamf in den einzelnen Bundesländern fordern zudem, den „Orientierungskurs“ deutlich auszubauen. Bisher wird von der deutschen Geschichte bis zur Mülltrennung alles in 100 Unterrichtsstunden gepresst.

„Pädagogische Gelassenheit“

Die Helferin Angela Herzog sagt: „Was mir fehlt, ist ein Blick über die Sprache hinaus.“ Viele Geflüchtete hätten kaum Kenntnis von Mathe und Computerprogrammen, die für viele im Berufseinstieg jedoch „unabdingbar“ seien. Wird zu viel von einem System erwartet, in dem Lehrer meist schlechter qualifiziert sind als an Schulen, schlechter bezahlt zudem? In dem Menschen von 18 bis 68 in einer Klasse sitzen.

Kay Sulk von den deutschen Volkshochschulen, einer der Hauptanbieter von Kursen, sagt: „Wir brauchen an manchen Stellen nur etwas mehr pädagogischen Fokus und Gelassenheit.“

Mit der Gelassenheit sei es aber vorbei, seitdem Horst Seehofer Innenminister ist, sagt ein Bamf-Mitarbeiter. „Die Kontrolldichte wurde erhöht ohne Ende.“

Der Integrationskurs ist stärker ins Visier der Bamf-Prüfer geraten. 2018 kontrollierte das Bamf insgesamt 4148 Mal die Kursanbieter, 2642 schauten die Kontrolleure demnach in die Kurse selbst, prüften die Unterrichtsräume, blickten auf die Testergebnisse, sprachen mit den Geflüchteten selbst.

3,90 Euro pro Flüchtling

1506 Mal prüften Bamf-Mitarbeiter die Verwaltung der Träger, checkten die Abrechnungen und die Lizenzen der Lehrkräfte. Auf Nachfrage unserer Redaktion heißt es beim Bamf: Fast 90 Prozent aller Kursträger seien 2018 kontrolliert worden.

Nicht alle Anbieter sind gut mit dem Geld vom Bundesamt umgegangen. 3,90 Euro zahlt das Bamf den Trägern für jeden, der in den Unterricht geht. Kommt ein Teilnehmer nicht mehr, gibt es auch kein Geld.

Die Anbieter werden mit dem finanziellen Risiko allein gelassen. Fallen Kurse oder Teilnehmer aus, heißt das: weniger Geld. Und mehr Geld als das Bamf-Honorar von 35 Euro pro Stunde können viele Anbieter nicht zahlen.

Bei manchen führt das geringe Budget dazu, dass die Maßgaben vom Bamf nicht eingehalten werden. Nach eigenen Angaben hat das Bundesamt 2017 und 2018 nach „wiederholten Verstößen“ 24 Zulassungen für Anbieter von Integrationskursen widerrufen oder nicht verlängert. Das waren demnach 1,4 Prozent aller Träger.

In mindestens einem Fall stellte das Bamf Strafanzeige gegen einen Kursanbieter. Der Vorwurf: Beihilfe zur Erschleichung der Einbürgerung. Die Zeitung „Die Welt“ hatte im März darüber berichtet.

Camping-Stühle im Klassenzimmer

„Etwa 50 bis 60 Prozent aller Träger absolvieren ihre Kurse ohne jede Beanstandung“, sagt Uta Saumweber-Meyer, Abteilungsleiterin Integration und gesellschaftlicher Zusammenhalt beim Bamf, unserer Redaktion. „Die restlichen Träger müssen mal mehr, mal weniger nacharbeiten.“

Die Bamf-Abteilungsleiterin berichtet von Fällen, in denen ein Kursanbieter nur Camping-Stühle ins Klassenzimmer gestellt hatte. Manchmal seien Teilnehmerlisten nur mit Bleistift ausgefüllt gewesen. Damit sind sie leicht veränderbar, Träger könnten Schüler nachtragen und die Bamf-Pauschale erhalten, obwohl der Flüchtling nicht im Kurs war.

Vor Beginn eines jeden Sprachkurses müssen Flüchtlinge durch die Träger nach ihren Kenntnissen in Deutsch durch einen Test eingestuft werden. Die Mängel bei diesen Einstufungs-Prüfungen nahmen laut Bamf den „größten Anteil“ bei den Beanstandungen durch die Bundesbehörde ein. Bei 438 Kursträgern, also gut ein Viertel aller Anbieter für Integrationskurse, stellte das Bamf 2018 „Verbesserungsbedarf“ fest.

In „eher seltenen Fällen“ monierte das Bamf laut Saumweber-Meyer, dass die Sprachkenntnisse der Teilnehmer vor Kursbeginn nicht geprüft wurden. „Wie und wo Steuermittel verwendet werden, müssen wir kontrollieren“, sagt sie.

„Zunehmende Bürokratisierung“

Doch Kontrolldruck und Regulierung durch die Bamf-Zentrale in Nürnberg stoßen auch auf Kritik. Der Verband der Volkshochschulen beklagt eine „zunehmende Bürokratisierung“. Die lokalen Träger dürften unter den Anforderungen für die Kurse nicht „erdrückt werden“, sagt Experte Sulk.

Und: „Wenn wir in einem unserer Sprachkurse etwas Neues ausprobieren wollen, war das früher leichter machbar, etwa ein Ausflug mit der Gruppe in den Supermarkt oder ins Rathaus. Heute ist das sehr viel formaler Aufwand, das BAMF ist dabei aus unserer Sicht unverhältnismäßig stark auf Kontrollen fokussiert.“

Der Volkshochschul-Verband fordert eine Erhöhung der Bamf-Pauschale von 3,90 Euro auf fünf Euro. „Fünf Euro wären angebracht, um die Bürokratie zu bewältigen und zugleich eine bessere soziale Absicherung der Lehrkräfte zu gewährleisten“, sagt Kay Sulk.

Wie gut die Kontrollen des Bamf wirken, lässt sich nur schwer überprüfen. Von groben Verstößen berichtet keiner der befragten Kursleiter und Flüchtlingshelfer. Vielmehr sind es Mängel, die mehreren von ihnen auffallen. Einer davon: die Lehrkräfte.

Viele Lehrkräfte sind selbst Migranten

Viele der Menschen, die Flüchtlingen Deutsch beibringen sollen, sind selbst Migranten. Sie kommen aus Spanien, Polen oder Russland. „Ein Flüchtling erzählte mir, dass er und die anderen im Kurs seine Lehrerin gar nicht verstanden hat, weil sie einen starken russischen Akzent hatte“, sagt Helferin Herzog.

Eine andere berichtet, dass ein Flüchtling heimlich Handyvideos im Unterricht gedreht habe. Darauf ist zu sehen, wie sich die Teilnehmer bei der Lehrerin beschwert hätten, weil sie ihre Schrift an der Tafel nicht lesen könnten. Die Antwort der Lehrerin demnach: Das sei nicht ihr Problem.

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In einem anderen Fall habe eine Russin nach den Vorfällen in der Kölner Silvesternacht keine muslimischen Männer mehr unterrichten wollen – habe dann aber doch gemusst.

„Fachkräfte sind Mangelware“, sagt auch Marc Elxnat, Integrationsexperte beim Deutschen Städte- und Gemeindebund, unserer Redaktion. Nicht nur an Gymnasien oder Berufsschulen, sondern auch in Integrationskursen.

Er sagt aber auch: Wenn die Lehrer aus Russland oder Polen nach Deutschland immigriert, könne das auch ein Vorteil sein. Sie könnten sich „besser in die Lebenslagen ihrer Schüler hineinversetzen“, so Elxnat.

Engagement des Einzelnen

Viel hat Deutschland investiert in die Integration von Menschen aus Syrien, Irak oder Eritrea. Viel hat Deutschland aufzuholen, seitdem die Lage in den Klassenzimmern nicht mehr dieselbe ist wie vor 2015. Und vieles läuft noch immer nicht rund.

Oft, das erzählen Menschen die Flüchtlingen helfen oder selbst Sprachkurse gegeben haben, hänge es vom Einsatz und der Motivation der einzelnen Lehrkraft ab. Von Menschen, die trotz wenig Lohn viel Engagement zeigen. Von Menschen wie Andrea Herzog, die vor dem Unterricht in einem Flüchtlingsheim noch losgezogen ist und selbst Landkarten von Hamburg und Deutschland gekauft hat, um den neuen Nachbarn mit der Sprache auch ein wenig die Geografie des Landes zu erklären.

Zuletzt hatte der CDU-Politiker Linnemann erklärt, Kinder ohne Deutschkenntnisse sollten die Grundschule nicht besuchen und damit eine Debatte ausgelöst,.