Geld

Studie: Männer, die Sport treiben, verdienen besser

Mehr Sport bedeutet häufig auch mehr Geld: Eine IW-Studie belegt höheren Bruttostundenlohn bei Männern, die sportlich aktiv sind.

Ein Jogger in Frankfurt am Main.

Ein Jogger in Frankfurt am Main.

Foto: Frank Rumpenhorst / dpa

Berlin.  Sport kann einen positiven Einfluss auf das Einkommen haben: Laut einer Studie des IW-Instituts, die dieser Redaktion exklusiv vorliegt, konnten Männer, die im Alter von 25 bis 34 Jahren mindestens einmal wöchentlich Sport getrieben haben, ihren Bruttostundenlohn in den folgenden neun Jahren um durchschnittlich 6,39 Euro mehr steigern als ihre inaktiven Kollegen.

Die Forscher des Deutschen Instituts für Wirtschaft (IW) haben das Sozioökonomische Panel auf eine Verbindung zwischen Sport und Einkommen hin durchforstet. Es wurde der Zusammenhang zwischen den sportlichen Aktivitäten von Männern der Geburtsjahrgänge 1974 bis 1983 im Jahr 2008 untersucht – also zu einem Zeitpunkt, als die Männer zwischen 25 und 34 Jahre alt waren – und die Entwicklung ihrer Bruttostundenlöhne in den Jahren zwischen 2008 und 2017.

Auch seltener als wöchentlich Sport steigert Lohn statistisch

Berücksichtigt wurden dabei nur Männer, die im Jahr 2008 in Voll- oder Teilzeit tätig waren. Betrachtet man den Lohnanstieg, ergibt sich laut IW-Forscher Wido Geis-Thöne ein Plus von 6,39 Euro für Männer, die im Jahr 2008 mindestens einmal wöchentlich sportlich aktiv waren gegenüber Männern, die gar keinen sportlichen Aktivitäten nachgegangen sind.

Männer, die seltener als einmalwöchentlich Sport trieben, konnten immerhin eine noch um 1,23 Euro höhere Lohnsteigerung erzielen, wobei in diesem Fall keine statistische Signifikanz vorliegt.

Betrachtet man die prozentualen Lohnanstiege, so lagen diese bei den Männern, die 2008 mindestens einmal wöchentlich Sport getrieben haben, um ganze 24,8 Prozentpunkte und bei den seltener aktiven um immerhin noch 8,6 Prozentpunkte höher als bei den inaktiven Männern. Da Frauen häufiger ihre so genannte Erwerbsbiografie unterbrechen, also etwa für Kinder eine berufliche Auszeit nehmen, würden sie die Zahlen verzerren, so dass keine Auswertung möglich wäre. (fmg)