Bundeskanzlerin

Angela Merkel verzichtet auf Sommerinterviews im TV

Angela Merkel war fester Bestandteil der Sommerinterviews von ARD und ZDF. Doch in diesem Jahr hat sie abgesagt. Das ist der Grund.

Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Sommerinterview des ZDF im vergangenen Jahr.

Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Sommerinterview des ZDF im vergangenen Jahr.

Foto: Jule Roehr / dpa

Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird in diesem Jahr nicht an den Sommerinterviews von ARD und ZDF teilnehmen. In den vergangenen Jahren gehörte die Kanzlerin immer zu der Riege von Top-Politikern, die während der Sommerpause des Bundestages ausführliche TV-Interviews gaben. Ein Regierungssprecher erklärte den Rückzug Merkels.

Statt Merkel wird die neue CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer den öffentlich-rechtlichen Sendern Interviews geben. Diese werden am 7. Juli im ZDF und am 8. September in der ARD zu sehen sein. Wie ein Regierungssprecher erklärte, habe die Kanzlerin entschieden, Kramp-Karrenbauer den Vorzug zu geben, weil die Interviews in der Regel mit den Vorsitzenden der im Bundestag vertretenen Parteien geführt werden.

Die traditionelle Sommer-Pressekonferenz mit der Bundeskanzlerin in der Bundespressekonferenz soll es aber geben. Bei dieser Pressekonferenz ist Angela Merkel nur Gast, denn Veranstalter ist die Bundespressekonferenz – ein Zusammenschluss von Hauptstadtjournalisten. Der Termin dafür werde rechtzeitig bekannt gegeben.

Rezo-Video: Das sagt AKK zur Social-Media-Strategie der CDU
Rezo-Video- Das sagt AKK zur Social-Media-Strategie der CDU

Ein ZDF-Sprecher hatte dem Internet-Portal „Watson.de“ gesagt, Merkel habe auf ein Sommerinterview als Kanzlerin verzichtet, nachdem der Sender dieses angefragt habe. Auch das ARD-Hauptstadtstudio teilte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit, Merkel sei vor längerer Zeit für ein Sommerinterview angefragt worden. Die Absage der Kanzlerin sei in dieser Woche eingetroffen. Merkel hatte ihrer Wunschnachfolgerin an der Spitze der Partei, Kramp-Karrenbauer, bereits im Wahlkampf vor der Europawahl weitgehend das Feld überlassen

Annegret Kramp-Karrenbauer war zuletzt zu Aussagen zu einem kritischen Video des YouTubers Rezo in die Diskussion geraten. Auch ihre Äußerungen zu einer möglichen Regulierung von politischen Aussagen in sozialen Netzwerken wird hitzig diskutiert. (dpa/ac)

Neueste Politik Videos

Neueste Politik Videos

Beschreibung anzeigen