EU-Wahl

CDU: Alles eine Frage der Kommunikation?

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Martin Nejezchleba
Manfred Weber (CSU), Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten, und Hildegard Bentele, Spitzenkandidatin der CDU Berlin für die Wahlen.

Manfred Weber (CSU), Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten, und Hildegard Bentele, Spitzenkandidatin der CDU Berlin für die Wahlen.

Foto: Foto: Gregor Fischer / dpa

Die CDU hat in Berlin knapp 5 Prozent verloren. Es heißt, man habe vieles richtig gemacht, aber falsch kommuniziert.

Berlin.  Für die CDU hat sich in Berlin ein Trend fortgesetzt, der seit Amtsantritt des rot-rot-grünen Senats zu beobachten ist. Es gelingt nicht, schlechte Umfragewerte der Landesregierung in Stimmen für die CDU umzuwandeln. Der Landesvorsitzende Kai Wegner betonte einen Tag nach dem schlechtesten Wahlergebnis der CDU in Berlin (15,4 Prozent), man sei im wichtigen Thema Klimaschutz gut aufgestellt, habe aber Schwierigkeiten mit der Kommunikation.

„Wir als CDU müssen darüber nachdenken, wie wir junge Zielgruppen erreichen“, so Wegner. „Wir müssen eine zeitgemäße Ansprache in den sozialen Medien finden.“ Das schließe sich laut Wegner nicht mit seinem erklärten Ziel aus, wieder vermehrt bei der CDU-Stammwählerschaft präsent zu sein.

„Unser Ziel ist die klimaneutrale Stadt 2050“

Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Abgeordnetenhaus, Burkhard Dregger, spricht von einem unbefriedigendem Ergebnis – und versucht seine Aussage vom Wahlabend zu erklären: Den Grünen sei in Sachen Klimawandel „das Geschäft mit der Angst am besten gelungen“, hatte Dregger am Sonntag gesagt. Viele Wähler hätten nun mal Angst, sei es vor Kriminalität oder Klimawandel. „Uns kommt es darauf an, Ängste nicht anzutreiben, sondern Lösungen zu bieten“, erklärt er am Tag nach der Wahl. Seine Partei müsse besser mit den eigenen Plänen durchdringen: „Unser Ziel ist die klimaneutrale Stadt 2050. Wir müssen konkrete Wege benennen, wie wir das schaffen.“ Etwa der Ausbau konkreter ÖPNV-Trassen oder von Radwegen.

„Alles gar nicht so dramatisch“

Laut der Berliner Spitzenkandidatin Hildegard Bentele ist das Ergebnis der CDU „gar nicht so dramatisch.“ Man habe an absoluten Stimmen keine großen Verluste gemacht. „Uns ist es aber nicht gelungen, neue Wähler zu mobilisieren.“

Bentele ist eine von 23 CDU-Kandidaten, die ins EU-Parlament einziehen. Dort wolle sie gerne in den Ausschuss für Industrie-, Forschung und Energie. „Dort ist etwa beim Thema Smart-City viel Musik für Berlin drin“, sagt Bentele.

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