Trockenheit

Kommt wieder Dürre? Schulze: Klimawandel beschleunigt sich

Umweltministerin Svenja Schulze sorgt sich um das Tempo des Klimawandels. Um gegenzusteuern, setzt sie auf eine Besteuerung von CO2.

Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) fordert einen „CO2-Preis, der die Bürger in Deutschland beim Klimaschutz“ unterstützt“.

Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) fordert einen „CO2-Preis, der die Bürger in Deutschland beim Klimaschutz“ unterstützt“.

Foto: Kay Nietfeld / dpa

Berlin. Umweltministerin Svenja Schulze hat alarmiert auf die Dürre schon im Frühjahr reagiert. „Ich mache mir Sorgen, dass sich der Klimawandel in Deutschland gerade beschleunigt“, sagte die SPD-Politikerin unserer Redaktion. „Noch so eine Dürre wie im vergangenen Jahr wäre schlimm, nicht nur für die Landwirte, sondern auch für die Natur, die Wälder und unser aller Lebensqualität.“

Schulze betonte: „Die Lage ist ernst. Darum muss Deutschland jetzt auch beim Klimaschutz ernst machen. Jetzt gilt es, alles dafür zu tun, dass der Klimawandel nicht noch viel schlimmer wird.“

Konkret forderte die Ministerin einen „CO2-Preis, der die Bürger beim Klimaschutz unterstützt, aber kleine und mittlere Einkommen nicht zusätzlich belastet“. Außerdem müsse ein Klimaschutzgesetz verbindlich festlegen, wie Deutschland seine Klimaziele verlässlich erreiche.

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Schulze: „Reine Nadelwälder haben oft keine Zukunft mehr“

Schulze zeigte sich zuversichtlich, dass die gesamte Bundesregierung den Ernst der Lage erkenne und 2019 zum Jahr des Handelns werde. Ein Teil des Klimawandels sei bereits unvermeidbar, so die Ministerin. „In der Forstwirtschaft etwa haben reine Nadelwälder oft keine Zukunft mehr, Misch- und Laubwälder können sich meist besser an Extremwetter anpassen.“ (gau)