Regierungsparteien

Union und SPD verlieren mehrere tausend Parteimitglieder

Im Jahr 2018 ist die Mitgliederzahl von CDU, CSU und SPD deutlich gesunken. Vor allem eine andere Partei hatte aber kräftig Zulauf.

Kein Höhenflug: Die Regierungsparteien der CDU, CSU und SPD haben im vergangenen Jahr stark an Mitgliedern verloren.

Kein Höhenflug: Die Regierungsparteien der CDU, CSU und SPD haben im vergangenen Jahr stark an Mitgliedern verloren.

Foto: Carsten Rehder / dpa

Berlin.  Die Regierungsparteien tun sich nicht nur mit der Arbeit in der Koalition schwer, sie schrumpfen auch deutlich. Mitglieder. Im Jahr 2018 haben CDU, CSU und die SPD jeweils mehrere tausend Mitglieder verloren. Das zeigt eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in den jeweiligen Parteizentralen.

Am meisten Mitglieder kehrten der CDU den Rücken: Sie hatte zum Jahresbeginn 2018 noch knapp 426.000 Mitglieder und ist mittlerweile um rund 11.000 auf aktuell etwa 415.000 Mitglieder abgesackt.

Bei der SPD sank die Mitgliederzahl in dem Zeitraum weniger stark: von rund 443.000 auf jetzt knapp 438.000 Mitglieder.

Grüne legten kräftig zu

Auch die CSU verbuchte ein Minus: Nach 141.400 zum Jahresbeginn 2018 kommt sie aktuell noch auf gut 139.000 Mitglieder. Die Linke stagnierte bei gut 62.000 Mitgliedern.

Für einige Parteien gab es auch gut Nachrichten: Die FDP etwa gewann knapp 1000 hinzu und hat nun rund 64.000 Mitglieder. Auch bei der AfD gab es ein Plus von knapp 1000 auf jetzt 33.615 Mitglieder.

Bereits am Vortag hatte die „Welt“ berichtet, dass die Grünen sehr kräftig zugelegt haben. Aktuell liegen sie bei gut 75.000 Mitgliedern, nach rund 65.000 zum Jahreswechsel 2017/2018. Das sind 10.000 neue Mitglieder.

Seit Anfang der 90er Jahre haben die Volksparteien im Schnitt die Hälfte ihrer Mitglieder verloren. So gab es im Jahr 1990 noch gut 943.000 Menschen mit einem SPD-Parteibuch, die beiden Unionsparteien hatten zusammen mehr als 975.000 Mitglieder. (dpa/les)