EU-Austritt

Muss Theresa May den Brexit nach hinten verschieben?

Theresa May läuft beim Brexit die Zeit davon. Nun soll die Premierministerin einen Aufschub des Austrittsdatums in Betracht ziehen.

Theresa May, Premierministerin von Großbritannien, am Sonntag beim Gipfel der EU und der Arabischen Liga in Scharm el Scheich in Ägypten.

Theresa May, Premierministerin von Großbritannien, am Sonntag beim Gipfel der EU und der Arabischen Liga in Scharm el Scheich in Ägypten.

Foto: Oliver Weiken / dpa

Bangalore/London. Theresa May gerät mit ihren Plänen für den EU-Austritt Großbritanniens zunehmend unter Druck. Laut einem Zeitungsbericht prüft die britische Premierministerin nun sogar eine Verschiebung des Brexits um bis zu zwei Monate.

May habe eine Reihe von Optionen für den weiteren Weg zum EU-Austritt ausarbeiten lassen, berichtete der „Telegraph“ am Sonntag ohne Angabe von Quellen. Ziel sei es, die Rücktritte von Ministern zu verhindern, die Forderungen nach einem Ausschluss eines ungeregelten Brexits Nachdruck verleihen wollten.

May will Parlament spätestens am 12. März über Brexit abstimmen lassen

Großbritannien soll die EU eigentlich am 29. März verlassen. May ist allerdings weit davon entfernt, das mit Brüssel verhandelte Austrittsabkommen durchs Parlament in London zu bringen. Eine überwältigende Mehrheit der Abgeordneten stimmte Mitte Januar gegen den Deal.

Sollte May bis zum 12. März kein Abkommen erzielen, könnte die britische Regierung dem neuen Vorschlag folgen und formell eine Verschiebung des Brexits beantragen. May hat angekündigt, das Parlament bis zu diesem Termin über ihr Brexit-Abkommen abstimmen zu lassen.

May droht eine Revolte in ihrer Partei

Drei Minister forderten kürzlich öffentlich die Verschiebung des Austrittsdatums, wenn die Debatte in dieser Woche keine Lösung absehbar macht. May droht eine Revolte in ihrer eigenen Partei. Hoffnungen, ein nachgebesserter Brexit-Deal könne bereits diese Woche zur Abstimmung stehen, versetzte die Premierministerin am Wochenende jedoch einen Dämpfer.

Spekuliert wird daher, ob May den Rebellen zuvor kommt und selbst eine Verschiebung des Brexits ins Spiel bringt.

(dpa/rtr/ba)

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