Bundeskongress

AfD-Nachwuchs schließt auf Kongress Presse teilweise aus

Als es um Verfassungsschutz ging, wurden Journalisten vom Kongress ausgeschlossen: Der AfD-Nachwuchs nannte als Grund sensible Daten.

Bundeskongress der Jungen Alternative (Archivbild).

Bundeskongress der Jungen Alternative (Archivbild).

Foto: Maja Hitij / dpa

Magdeburg.  Die Junge Alternative (JA), die Nachwuchsorganisation der AfD, hat auf ihrem Bundeskongress in Magdeburg die Presse teilweise ausgeschlossen. Journalisten mussten am Samstag für eine Aussprache zum Thema Verfassungsschutz den Saal verlassen.

Es gehe bei der Diskussion um sensible Daten, argumentierte eines der rund 120 anwesenden JA-Mitglieder. Nach diesem Tagesordnungspunkt sollte die Presse dann aber wieder zugelassen werden.

JA wird vom Bundesverfassungsschutz beobachtet

Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte im Januar angekündigt, die AfD-Nachwuchsorganisation wie auch den rechtsnationalen „Flügel“ der AfD zu beobachten. In den Ländern Baden-Württemberg, Bremen und Niedersachsen wird die JA schon seit längerem beobachtet.

Bei beiden Gruppierungen besteht ein Anfangsverdacht , dass sich in ihrem Rahmen verfassungsfeindliche Aktivitäten zutragen können. Es liegen laut Auffassung der Verfassungsschützer „hinreichend gewichtige Anhaltspunkte“ vor, „dass es sich um eine extremistische Bestrebung handelt“.

AfD-Landeschef verteidigt Jugendorganisation gegen Kritik

Zu Beginn des Bundeskongresses stellte sich der AfD-Bundestagsabgeordnete und Landeschef in Sachsen-Anhalt, Martin Reichardt, vor die JA. Er rief sie aber auch zur Mäßigung auf.

Jugendorganisationen seien immer rebellischer und provokanter als die Mutterpartei, sagte Reichardt. Es sei gut, wenn die Jungen die Alten in der Partei gelegentlich trieben. „Aber seid dabei klug und geht nicht jenen auf den Leim, denen die dröhnende Phrase wichtiger ist als das programmatisch politische Denken und die politische Arbeit“, sagte Reichardt.

Die JA wollte auf dem Bundeskongress einen neuen Vorstand wählen und über eine Satzungsänderung diskutieren. (dpa/aba)