Entwicklungsminister

Regierungsjet defekt: Gerd Müller sagt Namibia-Reise ab

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller reist durch Afrika. Doch wegen eines Flugzeug-Defekts musste er seine Namibia-Reise streichen.

Entwicklungsminister Gerd Müller sitzt aktuell in Malawi fest.

Entwicklungsminister Gerd Müller sitzt aktuell in Malawi fest.

Foto: Ute Grabowsky / photothek.net / imago/photothek

Lilongwe.  Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat einen geplanten Besuch in Namibia abgesagt. Der Grund ist ein Defekt an der Regierungsmaschine des Ministers, der sich derzeit auf einer Afrika-Reise befindet. „Als dritte Station der Reise war Namibia vorgesehen. Das klappt wegen der Verzögerungen nun nicht mehr. Die Reise wird nachgeholt“, teilte das Ministerium am Dienstag via Twitter mit.

Nach Malawi und Sambia wollte Müller zum Abschluss seiner Reise in den Süden Afrikas Namibia besuchen. Eine Panne an einer Global 5000 der Flugbereitschaft der Bundeswehr brachte aber den Terminplan durcheinander.

Wegen eines defekten Druckventils konnte in Malawi das Flugzeug nicht starten. Deshalb ging es per Linienflug in Sambias Hauptstadt Lusaka. Die Regierungsmaschine war vor sieben Jahren neu angeschafft worden.

Auch Angela Merkel wurde durch defekten Jet gestoppt

Nach Gesprächen und Projektbesuchen in Malawi standen ursprünglich für Montag in Sambia noch eine Kupfermine und ein Solarkleinkraftwerk auf dem Programm. Zum Abschluss der Reise wollte der Bundesentwicklungsminister weiter nach Namibia reisen.

Zuletzt hatte der Ausfall der Regierungsmaschine „Konrad Adenauer“ für Diskussionen gesorgt. Die Maschine war ausgefallen als Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Weg zum G20-Gipfel in Buenos Aires vom 30. November bis zum 1. Dezember 2018 war. Ein Elektronikdefekt hatte zum Ausfall der Maschine geführt. Und im Nachgang zeigte sich, wie Crew gegen die Systemfehler kämpfte.

Die Lufthansa widerspricht Schuldzuweisungen seitens des Verteidigungsministeriums. Laut einem „Spiegel“-Bericht wirft das Ministerium der Lufthansa Technik, die den Airbus A 340 regelmäßig wartet, vor, die Piloten der Flugbereitschaft nicht ausreichend geschult zu haben.

Angela Merkel musste nach der Panne von Madrid aus mit einem Linienflug der Airline Iberia nach Buenos Aires geflogen. Ihr Sitznachbar hatte den Flug der Kanzlerin im Foto gestgehalten . (epd/ac)