Kinderbetreuung

Städtetag dringt auf Nachbesserungen beim Kita-Gesetz

Mit dem Kita-Gesetz von Familienministerin Giffey sollen Kitas besser und günstiger werden. Die Kommunen fordern, stetig nachzubessern.

Kinderkleidung in einer Kita.

Kinderkleidung in einer Kita.

Foto: Christian Charisius / dpa

Berlin.  Vor der Verabschiedung des Kita-Gesetzes von Familienministerin Franziska Giffey (SPD) dringen die Kommunen auf Nachbesserungen. „Das Gesetz ist ein erster wichtiger Schritt, um die Qualität in den Kindertagesstätten weiter zu verbessern“, sagte Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, unserer Redaktion.

„Für eine nachhaltige Qualitätssteigerung muss sich der Bund jedoch dauerhaft über das Jahr 2022 hinaus engagieren.“ Die Länder müssten ebenfalls ausreichende Mittel bereitstellen. Das sogenannte Gute-Kita-Gesetz soll an diesem Freitag im Bundestag und im Bundesrat verabschiedet werden.

Mit dem Gesetz sollen Deutschlands Kitas ab 2019 besser und für Geringverdiener kostenlos werden. Bis 2022 sollen 5,5 Milliarden Euro vom Bund an die Länder fließen.

Dedy: Geld muss bei den Städten vor Ort ankommen

Für die Kommunen ist es wichtig, dass die zusätzlichen finanziellen Mittel auch bei den Städten vor Ort ankommen. „Sie sind es, die für attraktive Angebote in der Kinderbetreuung sorgen“, sagte Dedy.

Weil der Bedarf in den Bundesländern sehr unterschiedlich sei, sollte das jeweilige Land zusammen mit den Kommunen entscheiden, welche Qualitätsmaßnahmen am dringlichsten sind. „Die Nachfrage der Eltern steigt ständig, daher bauen die Städte die Angebote auch jetzt noch kräftig aus.“

Allein für Kinder bis drei Jahre sei die Zahl der Plätze in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt worden – auf jetzt rund 763.000 Plätze. (FMG)