Bundesrepublik

Grundgesetz als Magazin – Verfassung ist am Kiosk zu haben

Im kommenden Mai wird das Grundgesetz 70 Jahre alt. Nun kommt die deutsche Verfassung an den Kiosk – als 124 Seiten dicke Zeitschrift.

Das Reichstagsgebäude – Sitz des Deutschen Bundestags – in Berlin.

Das Reichstagsgebäude – Sitz des Deutschen Bundestags – in Berlin.

Foto: Hartmut Müller-Stauffenberg / imago/Müller-Stauffenberg

Hamburg Kaum jemand wird das Grundgesetz komplett gelesen haben. Die ersten Artikel sind vielleicht noch bekannt, da geht es um die Würde des Menschen, um Menschenrechte ganz allgemein, um die Freiheit eines jeden Einzelnen.

Aber all 146 Artikel, plus Präambel und Anhang? Wohl eher nicht.

Am 23. Mai 2019 wird die deutsche Verfassung 70 Jahre alt. Zu diesem Anlass erscheint das Grundgesetz nun in Magazinform: Der vollständige Originaltext kommt an diesem Dienstag (28. November) als Zeitschrift an den Kiosk. 124 Seiten für zehn Euro.

In dieser Form soll der Text leichter lesbar sein. Ergänzt um Fotos und Infografiken wird die Verfassung ein wenig moderner präsentiert, als das bisher der Fall ist.

Grundgesetz in einer Auflage von 100.000

Angeschoben wurde das Projekt „Das Grundgesetz als Magazin“ von Journalist und Medienunternehmer Oliver Wurm, der es zusammen mit dem Designer Andreas Volleritsch umgesetzt hat. Die gedruckte Auflage beträgt zum Start 100.000 Exemplare.

Das Magazin richtet sich an keine spezifische Zielgruppe. „Jung und Alt sollten es lesen, Arm und Reich, Professoren und Arbeiter“, sagt Oliver Wurm. Er selbst habe das Grundgesetz auch lange Zeit nicht zur Hand genommen. „Das letzte Mal hatte ich in der Schulzeit da reingeguckt.“

Dann folgte er dem Wissenschaftsjournalisten Ranga Yogeshwar, der in einer Talkshow die Verfassung gelobt und empfohlen hatte, alle sollten sie mal lesen.

Verfassung bundesweit an den Kiosken zu haben

„Der Text war kleinteilig und ohne Bilder, das war sehr ermüdend“, erinnert sich Wurm. „Aber es war auch faszinierend zu sehen, was für kluge Sachen im Grundgesetz stehen.“ Vieles erscheine ihm heute geradezu visionär.

Das Magazin wurde ohne einen Verlag produziert. Es soll bundesweit an Kiosken zu haben sein. (dpa/sdo)