EU-Austritt

BDI-Chef Dieter Kempf warnt vor „desaströsem Brexit“

BDI-Präsident Dieter Kempf fürchtet einen harten Brexit. Dieses Szenario gefährde Zehntausende von Unternehmen, so der Industriechef.

Darum geht es beim Brexit-Streit zwischen Großbritannien und der EU

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Berlin.  Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), hat vor gravierenden Folgen für Unternehmen in ganz Europa gewarnt, sollte Großbritannien ungeordnet aus der EU austreten.

„Ein harter Brexit wäre desaströs. Er brächte in Europa Zehntausende von Unternehmen und Hunderttausende von Arbeitnehmern auf beiden Seiten des Ärmelkanals in größte Schwierigkeiten“, sagte Kempf unserer Redaktion. „Insbesondere die Branchen Fahrzeug- und Flugzeugbau, Chemie und Pharma, Maschinenbau und Elektroindustrie wären stark betroffen, aber auch viele Dienstleistungen, von Banken bis Tourismus.“

Kempf appelliert an Premier Theresa May

Kempf rief die deutschen Unternehmen dazu auf, sich auf ein ungeordnetes Ausscheiden Großbritanniens aus der EU vorzubereiten.

Zugleich appellierte Kempf an die britische Regierungschefin Theresa May, jetzt Kurs zu halten, auch wenn die Ratifizierung des Austrittsabkommens sehr unsicher sei. Die Abgeordneten im britischen Parlament müssten sich ihrer großen Verantwortung bewusst sein. „Neuverhandlungen sind kein Ausweg“, so Kempf. (gau)

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