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Friedrich Merz ist jetzt auch auf Twitter – samt Bierdeckel

Friedrich Merz will CDU-Vorsitzender werden. Nun nutzt er auch Twitter. In seinem ersten Tweet trifft man auf einen alten Bekannten.

Friedrich Merz: Deshalb will er jetzt CDU-Chef werden

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Berlin.  Im Wahlkampf geht es darum, Menschen zu erreichen – schon lange fallen Entscheidungen nicht mehr nur noch bei öffentlichen Veranstaltungen und auf der Straße. Wahlkampf ist digital – wenig überraschend, dass immer mehr Politiker die verschiedenen Kommuniaktionsplattformen nutzen.

So nun auch Friedrich Merz. Er kämpft mit Gesundheitsminister Jens Spahn und Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer um die Nachfolge Angela Merkels an der CDU-Spitze.

Und hat nun einen Twitter-Account. Zu finden ist er unter @_FriedrichMerz.

Merz postet den ersten Tweet - mit Bierdeckel

Am Donnerstag postete Merz, dem die Bürger von den drei Kandidaten für den Parteivorsitz am ehesten eine Kanzlerschaft zutrauen, mittags zum ersten Mal. Sein erster Beitrag in dem Kurznachrichten-Dienst: „Auch in Zukunft immer auf den Punkt.“ Dazu veröffentlichte er das Foto eines Bierdeckels. „CDU. Aufbruch und Erneuerung jetzt auch auf Twitter“, steht darauf.

Überhaupt, die Sache mit dem Bierdeckel. Friedrich Merz hat schon einmal mit dem Untersetzer aus Pappe für Aufsehen gesorgt. 2003 war das. Damals legte er ein Steuerkonzept vor, ganz vereinfacht, in drei Stufen – 12, 24 und 36 Prozent. Jeder Bürger, so Merz damals, solle seine Steuererklärung auf einem Bierdeckel ausrechnen können.

Nun ist die CDU selbst natürlich schon lange auf Twitter. Aber das Motto mit dem Aufbruch und der Erneuerung – das ist tatsächlich neu. Aufgerufen hatte er es erstmalig im größeren Rahmen bei seinem Auftritt in der Bundespressekonferenz.

Dort beantwortete er Fragen der Journalisten zu seinem geplanten Wahlkampf. Gerade erklärte er im Interview, dass er Millionär sei.

Noch keinen kleinen Haken von Twitter

Einen kleinen weißen Haken auf blauem Grund hat Merz übrigens noch nicht – das kleine Symbol neben dem Namen zeigt bei Accounts von Prominenten, Institutionen und anderen öffentlichen Personen beziehungsweise Einrichtungen, dass es sich um die Echten handeln – und nicht irgendwelche Menschen, die sich als etwas anderes ausgeben.

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Aber wer braucht schon einen Verifiziert-Haken, wenn die Echtheit von Kollegen bestätigt wird? CDU-Politikerin Kristina Schröder, ehemals Familienministerin, hat das übernommen. „Er ist es. Bierdeckel und Account sind echt!“, schreibt sie auf Twitter

Lesen Sie hier alles, was man zum CDU-Parteitag in Hamburg wissen muss. (ses)