Zeitumstellung

Mehrheit der Deutschen will die Sommerzeit beibehalten

Über die Zeitumstellung wird gerne gestritten. Wird sie abgeschafft, bleibt die Frage: Behalten wir die Sommer- oder die Winterzeit?

Darum ergibt die Zeitumstellung keinen Sinn

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Berlin.  Nachdem die EU-Kommission die Online-Abstimmung über die Zeitumstellung ins Leben gerufen hatte, ist eine Debatte entbrannt: Ist es wirklich notwendig, dass wir die Uhren zwei Mal im Jahr umstellen? Glaubt man den nicht wirklich repräsentativen Ergebnissen der EU-Umfrage, dann wird die Frage eindeutig mit einem Nein beantwortet.

Doch daraus ergeben sich einige Probleme. Eines davon ist etwa die Frage, ob die Sommer- oder die Winterzeit beibehalten wird. Wie das Magazin „Focus“ berichtet, sprachen sich in einer Umfrage des Instituts Kantar Emnid 51 Prozent der Befragten für die Sommerzeit aus. 42 Prozent der Bürger dagegen sind dafür, künftig nur noch die Winterzeit beizubehalten.

Zeitumstellung ist eine Streitfrage

Vor allem Ältere befürworten der Umfrage zufolge die Winterzeit. Von den über 65-Jährigen sprachen sich 57 Prozent für die Winterzeit und nur 38 Prozent für die Sommerzeit aus.

Umgekehrt gibt es bei den 14- bis 29-Jährigen mit 66 Prozent die größte Zustimmung zur dauerhaften Sommerzeit (Winterzeit: 27 Prozent).

Zeitumstellung – die wichtigsten Fakten:

  • DIe Uhren werden zwei Mal im Jahr umgestellt
  • Am 28. Oktober werden die Uhren von 3 auf 2 Uhr zurückgestellt
  • Ist es womöglich das letzte Mal? Es gibt eine Debatte um das Ende der Zeitumstellung

Für eine dauerhafte Sommerzeit ist dem „Focus“ zufolge auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). „In Europa will eine große Mehrheit der Menschen ohne Zeitumstellung leben. Das sollte uns antreiben. Ich kann mir zwölf Monate Sommerzeit jedenfalls gut vorstellen“, sagte Spahn dem „Focus“. Forscher warnen allerdings vor der ewigen Sommerzeit.

Winterzeit ab 28. Oktober

Gegenwind zur Haltung Spahns kommt dagegen vom Deutschen Lehrerverband. Dessen Verbandsvorsitzender Heinz-Peter Meidinger verlangte, künftig die Winterzeit beizubehalten.

„Aus Eltern-, Schüler- und Lehrersicht wäre eine Umstellung auf dauerhafte Winterzeit unbedingt geboten“, sagte er. Damit werde verhindert, dass sich Kinder monatelang bei Dunkelheit auf den Schulweg machen müssen. Das sind Gründe für und gegen die Sommerzeit.

Die EU-Kommission plant, die Zeitumstellung im nächsten Jahr abzuschaffen und entweder die Sommer- oder Winterzeit dauerhaft beizubehalten.

Diese 5 Tipps helfen bei der Zeitumstellung
Diese 5 Tipps helfen bei der Zeitumstellung

Dazu hatte sie sogar eine Online-Umfrage geschaltet. 80 Prozent hatte sich gegen die Zeitumstellung ausgesprochen. Auch das Europäische Parlament ist dafür. Die Bundesregierung will keinen Alleingang in der EU bei diesem Thema.

Dieses Jahr muss man also noch einmal die Uhren zurückdrehen: Am 28. Oktober werden die Uhren eine Stunde zurückgestellt. (bekö/dpa)

Die Fragen in der Umfrage des Instituts Kantar Emnid lauteten: „Künftig soll es ja keine Zeitumstellung mehr geben. Welche Zeit sollte Ihrer Ansicht dann das ganze Jahr über gelten? Die Sommerzeit – so wie jetzt – oder die Mitteleuropäische Zeit, die ab 28. Oktober wieder gilt, also morgens eine Stunde eher hell und abends eine Stunde früher dunkel?“ Antwort-Möglichkeiten waren: „Sommerzeit“, „Mitteleuropäische Zeit“, „Weiß nicht“, „keine Angabe“