Giftstoff

Pentagon: Briefe in Poststelle enthielten offenbar Rizin

In der Poststelle des Pentagons in den USA wurden Briefe mit einer verdächtigen Substanz gefunden. Die Montagspost ist in Quarantäne.

Im Pentagon wurde eine verdächtige Substanz, vermutlich der Giftstoff Rizin, in Briefen gefunden.

Im Pentagon wurde eine verdächtige Substanz, vermutlich der Giftstoff Rizin, in Briefen gefunden.

Foto: imago stock&people / imago/Westend61

Berlin.  Gefährliche Lieferung: In der Poststelle des US-Pentagon sind mehrere Briefe mit einer verdächtigen Substanz entdeckt worden. Die Substanz sei bei der Prüfung der eingehenden Post gefunden worden, teilte Pentagon-Sprecher Rob Manning am Dienstag mit.

Der Secret Service bestätigte am Dienstag zudem via Twitter den Empfang eines verdächtigen Umschlags, der an den Präsidenten adressiert war. Der Umschlag sei aber nicht im Weißen Haus entgegengenommen worden, er sei auch niemals in das Weiße Haus hineingelangt. Die Post sei am Montag eingegangen.

Umschläge enthielten offenbar Giftstoff Rizin

Die Umschläge würden nun von der Bundespolizei FBI und dem Secret Service weiter untersucht. Alle am Montag eingegangene Post befinde sich derzeit in Quarantäne. Es bestehe keine Gefahr für Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums, teilte das Pentagon mit. Alle Drohungen gegen den Präsidenten würden sehr ernst genommen, hieß es beim Secret Service.

Der Sender CNN berichtete unter Berufung auf Polizeikreise, der Umschlag habe mutmaßlich die Substanz Rizin enthalten. Rizin ist ein hochgiftiger biologischer Kampfstoff, der bei Anschlägen eingesetzt wird. Navy-Kommandeur Admiral John Richardson und Verteidigungsminister James Mattis sollten Empfänger der Briefe sein, berichtet CNN.

Stoff steht auf der Kriegswaffenliste

Der Stoff wird aus dem Samen des Wunderbaumes gewonnen und ist in der Kriegswaffenliste des deutschen Kriegswaffenkontrollgesetzes aufgeführt.

Im Juni hatte ein Tunesier offenbar einen Anschlag mit Rizin in Köln geplant. (dpa/ses)