Umfrage

Mehrheit für Überwachung der AfD durch Verfassungsschutz

Soll die AfD vom Verfassungsschutz überwacht werden? Eine Mehrheit der Bundesbürger ist laut einer Umfrage dafür – nur nicht im Osten.

Ein AfD-Demonstration vor dem Kanzleramt in Berlin.

Ein AfD-Demonstration vor dem Kanzleramt in Berlin.

Foto: Fabrizio Bensch / REUTERS

Berlin.  Eine Mehrheit der Deutschen ist dafür, die AfD vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen. In einer exklusiven und repräsentativen Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag unserer Redaktion erklärten insgesamt gut 57 Prozent der Befragten, die Partei solle „auf jeden Fall“ (42,7 Prozent) oder „eher ja“ (14,5 Prozent) vom Bundesverfassungsschutz überwacht werden.

Dagegen meinten knapp 36 Prozent der Befragten, eine Überwachung der AfD durch die Verfassungsschützer sei „auf keinen Fall“ (23,7 Prozent) oder „eher nein“ erforderlich. Rund sieben Prozent zeigten sich unentschieden.

Klare Unterschiede in Ost und West

Auffallend ist bei der Umfrage, dass die Quote der Ostdeutschen, die für eine Überwachung sind, mit insgesamt rund 48 Prozent deutlich niedriger ist als die der Westdeutschen. Im Westen sprachen sich mit fast 66 Prozent zwei von drei Befragten für die Überwachung aus.

Splittert man die Befragten nach Parteienpräferenz auf, so zeigt sich: Wähler von SPD und Grünen sind mit gut 88 (SPD) bzw. knapp 90 Prozent (Grüne) besonders häufig dafür, die AfD vom Verfassungsschutz kontrollieren zu lassen. Bei der Union sind es gut 72, bei der FDP gar nur rund 42 Prozent.

Wenig überraschend: Die AfD-Anhänger sind zu rund 95 Prozent gegen eine Überwachung der Partei. (W.B.)

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