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Volker Kauder: CDU muss auf die AfD-Wähler zugehen

Reden statt Ausgrenzung: CDU-Mann Volker Kauder findet, die Union müsse den Wählern der AfD besser zuhören. Auch wenn es schwierig sei.

Volker Kauder (CDU), Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag.

Volker Kauder (CDU), Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag.

Foto: Michael Kappeler / dpa

Berlin.  Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) hat die Union aufgefordert, stärker als bisher auf AfD-Wähler zuzugehen. „Die Union muss auch die Bereitschaft haben, Wählern zuzuhören, die bei den jüngsten Wahlen AfD gewählt haben. Wir müssen mit ihnen reden“, sagte Kauder der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Ohne Gesprächsbereitschaft werden wir niemanden aus diesem Kreis erreichen.“

Man werde aber weiterhin scharf kritisieren, wenn AfD-Politiker Stellungnahmen in der Nähe des Nazi-Jargons abgäben oder Aussagen einen rechtsradikalen Inhalt hätten.

Die Union dürfe nicht alle AfD-Wähler über einen Kamm scheren, forderte Kauder. Die AfD habe inhaltlich vielfach nichts anzubieten. „Aber dieser Hinweis allein reicht nicht.“

Kauder: CDU muss Positionen deutlich machen

Zwar sei es mitunter sehr schwierig, mit AfD-Wählern zu reden, weil ein Teil nur noch auf sich schaue, sich abgekapselt habe und nicht bereit zu Diskussionen sei. „Aber das ist nicht bei allen AfD-Wählern der Fall.“

Die Union müsse versuchen, ihre Position gegenüber den AfD-Wählern deutlich zu machen, schlug Kauder vor. „Wir müssen gerade denen, die reden wollen, deutlicher vermitteln: Ja, wir hören Euch zu.“ In der Kommunikation der Bundestagsfraktion versuche man dies bereits seit geraumer Zeit.

Zugleich betonte er, in einer Demokratie müsse immer deutlich werden, wo Grenzen des Anstands und der demokratischen Grundordnung überschritten würden. „Das hat dann auch nichts mit Ausgrenzung zu tun, das ist notwendige Abgrenzung.“ (dpa)