Landwirtschaft

Dürre: Acht Bundesländer melden drei Milliarden Euro Schäden

Allein im Norden hat die Dürre bislang fast zwei Milliarden Euro Schäden verursacht. Am Mittwoch entscheidet das Kabinett über Hilfen.

Schönhagen, Brandenburg: Ein Traktor zieht bei Feldarbeiten eine dichte Staubwolke hinter sich her.

Schönhagen, Brandenburg: Ein Traktor zieht bei Feldarbeiten eine dichte Staubwolke hinter sich her.

Foto: Ralf Hirschberger / dpa

Berlin.  Angesichts der wochenlangen Trockenheit haben acht Bundesländer nach einem Zeitungsbericht Dürre-Schäden in Höhe von fast drei Milliarden Euro an die Bundesregierung gemeldet. Allein in Norddeutschland beliefen sich die gemeldeten Schäden auf womöglich 1,933 Milliarden Euro, berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).

Eine Sprecherin des Bundeslandwirtschaftsministeriums wollte sich am Samstag auf Anfrage nicht zu den genannten Schadenszahlen äußern. Über mögliche Bundeshilfen für Bauern soll an diesem Mittwoch entschieden werden. Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) will dann den Erntebericht ins Kabinett bringen und bewerten, ob die Schäden aufgrund der langanhaltenden Trockenheit in diesem Sommer „nationales Ausmaß“ erreichen.

Dürre-Hilfen gab es zuletzt 2003

Diese Einstufung wäre notwendig, damit neben den zuerst zuständigen Ländern auch der Bund erstmals seit 2003 wieder Dürre-Hilfen zahlen könnte. Der Bauernverband hatte bereits mehrfach Nothilfen von einer Milliarde Euro gefordert. Erste Schätzungen der Länder liegen schon länger vor. Nach früheren Angaben des Bundesagrarministeriums waren Angaben der Länder aber nicht vergleichbar.

Klöckner will in einer Woche über Dürre-Hilfen entscheiden
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So meldeten einige Länder die Schäden gemäß der Schwelle für staatliche Hilfen bei Extremwetter. Demnach müssen mehr als 30 Prozent der durchschnittlichen Jahreserzeugung eines Betriebs zerstört worden sein. Andere Länder hatten Gesamtschäden gemeldet. Die Länder wurden daraufhin gebeten, ihre Schätzungen nachzubessern.

Bauernverband fordert Hilfsprogramm

Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied sagte der „NOZ“ und der „Passauer Neuen Presse“, die Schäden seien enorm, etliche Betriebe seien in Existenznot: „Deshalb fordern wir Bundesländer und Bund auf, die Nothilfesituation zu erklären und ein Hilfsprogramm für die betroffenen Landwirte auf den Weg zu bringen.“ (dpa)

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