Hitzewelle

Extremsommer: Grüne fordern Sofortprogramm zum Klimaschutz

Grünen-Bashing: Das sagt Parteichef Habeck zu den drei schlimmsten Vorurteilen

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Die Hitze hat Deutschland weiterhin im Griff. In mehreren Interviews fordert Grünen-Chefin Baerbock die Regierung zum Handeln auf.

Berlin.  Unter dem Eindruck des Extremsommers prangert Grünen-Chefin Annalena Baerbock an, dass die deutsche Politik jahrelang zu wenig Ehrgeiz im Kampf gegen den Klimawandel gezeigt habe.

Die Folgen der Erderwärmung auch hierzulande seien ignoriert worden, „um weiter behaupten zu können, wir können beim Klimaschutz erst mal abwarten und gerade den Kohleausstieg aufschieben“, sagte sie der , die wie diese Redaktion zur FUNKE Mediengruppe gehört. Doch je mehr Zeit vergehe, umso eher stiegen die Kosten.

Ist der Klimawandel an der Hitzewelle schuld? Das sagen Experten
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Die Bundesregierung solle sich für ein wirksames Klimaschutzsofortprogramm einsetzen, zudem für das Ende der Kohle, eine ökologische Verkehrswende und einen CO2-Preis. „Leider tut sie dies nicht, sondern weigert sich, Leitplanken zu setzen, dass wir die Klimaschutzziele erreichen. Das ist eine große Gefahr für dieses Industrieland, vor allem für die Autoindustrie“, sagte die Politikerin der „Heilbronner Stimme“.

„Städte sind auf die Folgen nicht vorbereitet“

Der „Rheinpfalz“ sagte die Grünen-Chefin, im Gegensatz zu anderen entwickelten Ländern gebe es hierzulande keinen übergeordneten Plan, um die Folgen extremer Wetterereignisse wie Starkregen oder Trockenheit einzugrenzen. Auf Bundesebene existiere nur ein einziges Klimaanpassungsprogramm, „und das stammt aus dem Jahr 2008“.

In der „WAZ“ monierte sie zudem, dass die Städte nicht ausreichend auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet seien. Nötig seien etwa mehr Grünflächen, Frischluftschneisen, begrünte Fassaden und eine bessere Häuserdämmung. Dazu gehöre aber auch der Hochwasserschutz in den Städten, in denen heftige Regenfälle wegen der kompletten Versiegelung zu Überschwemmungen führten.

Hilfsgelder, um Dürreausfälle aufzufangen, sollten aus ihrer Sicht an Zusagen zum Klimaschutz gebunden sein: „Weniger Pestizide, weniger Tierbestände, weniger Monokulturen auf den Feldern. Sonst ist das ein Fass ohne Boden.“ (dpa)

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