„Aufstehen“

SPD-Vize Ralf Stegner lehnt linke Sammlungsbewegung ab

„Egotrip notorischer Separatisten“: So bezeichnet Stegner die Gründung der Sammlungsbewegung von Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht.

Ralf Stegner, stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender, hält Sammlungsbewegungen nicht für eine überzeugende Antwort.

Ralf Stegner, stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender, hält Sammlungsbewegungen nicht für eine überzeugende Antwort.

Foto: Frank Molter / dpa

Berlin.  Die linke Sammlungsbewegung „Aufstehen“ , hinter der federführend Linke-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht und deren Ehemann und Ex-SPD-Chef Oskar Lafontaine stehen, stößt selbst im linken Flügel der SPD weitgehend auf Ablehnung.

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner sagte unserer Redaktion, zwar seien progressive Mehrheiten diesseits von CDU und CSU dringend notwendig in einem Europa, das kontinuierlich nach rechts drifte. „Sogenannte Sammlungsbewegungen sind keine überzeugende Antwort. Schon gar nicht, wenn sie eher dem Egotrip notorischer Separatisten entspringen“, sagte Stegner mit Blick auf Wagenknecht und Lafontaine.

Stegner: SPD braucht eigenständiges Gerechtigkeitsprofil

Neue fortschrittliche Mehrheiten werde es in Deutschland erst wieder geben, „wenn die SPD als linke Volkspartei mit einem eigenständigen Gerechtigkeitsprofil Vertrauen zurückgewinnt und mit eigener Stärke in Bund, Ländern und Kommunen der Union als Hauptkonkurrentin Paroli bieten kann“.

Die SPD wolle mit möglichen Partnern für progressive Mehrheitskonstellationen in einem „konstruktiven Dialog“ bleiben. „Das kann und muss auch intensiviert werden. Automatismen gibt es aber nicht.“ (FMG)

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