Der 26. Juni 2018 hat keine Lösung der Migrationsfrage gebracht. Er zeigt aber eindrücklich, warum eine Lösung so schwer ist

Ein Tag in der Flüchtlingskrise

Der 26. Juni 2018 hat keine Lösung der Migrationsfrage für Europa gebracht. Er zeigt aber eindrücklich, warum eine Lösung so schwer ist

Berlin. Bricht Europa auseinander? Scheitert Bundeskanzlerin Angela Merkel, steht die große Koalition vor dem Aus? Der Streit um die Verteilung von Migranten, das Ringen um eine faire Asylpolitik hat eine immense Sprengkraft entwickelt. An fünf Schauplätzen zeigte sich am Dienstag, wie ernst die Lage ist: Bei Krisengesprächen in Berlin und Rom, bei Grenzschutzübungen in Österreich, bei den Gipfelvorbereitungen in Brüssel – und in den Häfen der Mittelmeerländer.

Auch der gestrige Tag hat keine Lösung der Krise gebracht. Doch dieser 26. Juni 2018 belegt eindrücklich, warum eine Lösung so schwer ist. Weil sich Europas Grenzen nicht hermetisch abriegeln lassen. Und weil es innerhalb von Europa inzwischen so viele politische Fronten gibt: Zwischen CDU und CSU, zwischen der deutschen Kanzlerin und den Regierungschefs in Wien, Rom oder Budapest, und auch zwischen Europa und den nordafrikanischen Herkunftsländern der Flüchtlinge. An diesem Donnerstag trifft Angela Merkel ihre europäischen Amtskollegen beim Gipfel in Brüssel. Die Hoffnung auf einen Durchbruch in der Flüchtlingskrise ist denkbar klein. Ein Scheitern aber kann sich niemand leisten.

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