Migration

Erste „Aquarius“-Flüchtlinge in Spanien eingetroffen

Die ersten „Aquarius“-Flüchtlinge sind in Valencia eingetroffen..

Die ersten „Aquarius“-Flüchtlinge sind in Valencia eingetroffen..

Foto: Pablo Blazquez Dominguez / Getty Images

In Spanien können die ersten Flüchtlinge des Rettungsschiffes „Aquarius“ an Land gehen. Dort soll jeder Fall einzeln geprüft werden.

Valencia.  Die ersten der 629 vor einer Woche von Italien und Malta abgewiesenen Flüchtlinge des Rettungsschiffes „Aquarius“ sind in Spanien eingetroffen. Das Schiff der italienischen Küstenwache „Dattilo“ fuhr am frühen Sonntagmorgen mit 274 Flüchtlingen an Bord in den Hafen der ostspanischen Stadt Valencia ein.

Die Migranten sollen zunächst auf dem Schiff einer ersten ärztlichen Untersuchung unterzogen werden, bevor sie an Land gehen, wie ein Sprecher der Regionalregierung bestätigte. Die Flüchtlinge waren vor der Überfahrt nach Spanien auf drei Schiffe verteilt worden.

Die Migranten waren am vergangenen Wochenende aus Seenot gerettet worden. Nachdem Italien und auch Malta der „Aquarius“ die Einfahrt verweigert hatten, erklärte sich die neue sozialistische Regierung Spaniens zur Aufnahme bereit. Bei der mehr als 1500 Kilometer langen Überfahrt nach Valencia hatten die Schiffe zum Teil mit meterhohen Wellen zu kämpfen.

Gerettete sollen wie alle anderen Migranten behandelt werden

Die drei Schiffe sollen den amtlichen Angaben zufolge nacheinander in Abständen von rund drei Stunden anlegen, um eine bessere Betreuung sicherzustellen. Die „Aquarius“ mit 106 Migranten an Bord sollte zwischen neun und zehn Uhr in den Hafen einfahren.

Die Migranten werden zunächst von knapp 300 Angehörigen des spanischen Roten Kreuzes empfangen und betreut. An der Empfangsoperation nehmen insgesamt rund 2300 Menschen teil. Unter den Migranten sind 123 Minderjährige und mindestens sieben schwangere Frauen.

Spanien will die Geretteten wie alle anderen Migranten behandeln. „Sie werden so behandelt werden, wie alle Flüchtlinge, die bei uns etwa auf Booten eintreffen“, erklärte Innenminister Fernando Grande-Marlaska. Jeder Fall werde einzeln geprüft. (dpa)

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