Flüchtlingspolitik

Staatsanwaltschaft soll gegen Bamf-Chefin ermitteln

Die Bremer Bamf-Affäre zieht weitere Kreise. Nun wird einem Medienbericht zufolge gegen die derzeitige Leiterin Jutta Cordt ermittelt.

Jutta Cordt, Präsidentin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf).

Jutta Cordt, Präsidentin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf).

Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

Nürnberg.  In der Affäre um Unregelmäßigkeiten beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) soll die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth laut einem „Bild“-Bericht ein Ermittlungsverfahren gegen Behördenchefin Jutta Cordt eingeleitet haben.

Bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, bei der Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg, beim bayerischen Justizministerium in München und beim Bundesinnenministerium war am Dienstagabend zunächst niemand für eine Stellungnahme zu dem Bericht zu erreichen.

Das Portal „bild.de“ berief sich auf einen Leitenden Oberstaatsanwalt der Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg. Wie es hieß, ermittele die Behörde wegen des Verdachts der Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt. Auch gegen drei weitere leitende Bamf-Mitarbeiter werde aufgrund einer Strafanzeige ermittelt.

Im Mittelpunkt steht Bamf-Stelle in Bremen

Der inzwischen pensionierte Behördenmanager Frank-Jürgen Weise hatte von September 2015 bis Ende 2016 gleichzeitig die Bundesagentur für Arbeit und das Bamf geleitet. Cordt war Anfang 2017 an die Spitze der Behörde gerückt.

Im Zentrum der Affäre steht die Bamf-Außenstelle in Bremen. Dort sollen zwischen 2013 und 2016 Mitarbeiter mindestens rund 1200 Menschen ohne ausreichende rechtliche Grundlage Asyl gewährt haben. Gegen die damalige Bremer Bamf-Chefin und weitere Verdächtige laufen Ermittlungen wegen Bestechlichkeit und bandenmäßiger Verleitung zur missbräuchlichen Asylantragstellung. (dpa)

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