Bundesbankpräsident

Jens Weidmann warnt vor großen Lasten für junge Generation

Bundesbankpräsident Weidmann wirft die Frage für einen längere Lebensarbeitszeit auf. Andere Länder hätten dabei bereits gehandelt.

Wen die Lebenserwartung in Deutschland steigt, müsse auch über längere Lebensarbeitszeiten nachgedacht werden, so der Bundesbankpräsident.

Wen die Lebenserwartung in Deutschland steigt, müsse auch über längere Lebensarbeitszeiten nachgedacht werden, so der Bundesbankpräsident.

Foto: Sebastian Gollnow / dpa

Berlin.  Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat eine längere Lebensarbeitszeit ins Gespräch gebracht. „Wir müssen die Erwerbstätigkeit von Frauen steigern und uns fragen: Sollte bei steigender Lebenszeit nicht auch das Renteneintrittsalter angehoben werden?“ sagte Weidmann unserer Redaktion.

„Warum sollte die Frage längerer Lebensarbeitszeit in Deutschland ausgespart werden, wenn so unterschiedliche Länder wie etwa Dänemark oder Italien Systeme eingeführt haben, die den Renteneintritt richtigerweise mit der Lebenserwartung verknüpfen?“

Denn ein konstantes Renteneintrittsalter bei steigender Lebenszeit bedeute bei gleichbleibenden Renten nichts anderes, als dass die jüngere Generation immer größere Lasten zu tragen habe, warnte er.

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„Das kann man gesellschaftlich so entscheiden, aber man sollte sich über die Folgen im Klaren sein: Die Arbeitskosten steigen, die Beschäftigung und die Wettbewerbsfähigkeit sinken.“ (FMG)