Washington

Spott über kranken McCain löst Fassungslosigkeit aus

Washington. Eine Mitarbeiterin des Weißen Hauses hat Berichten zufolge den an Krebs erkrankten US-Senator John McCain verspottet und eine Debatte über den Ton der Regierung von Präsident Donald Trump ausgelöst. McCain ist ein Gegner der von Trump als neue CIA-Chefin nominierten Gina Haspel. Kelly Sadler, die zu Trumps Kommunikationsstab gehört, sagte dazu: „Das ist egal. Er stirbt sowieso.“ Die verletzende Äußerung sei bereits am Donnerstag bei einem internen Treffen gefallen, berichteten Medien unter Berufung auf eine ungenannte Quelle.

McCain (81) leidet an einem Hirntumor. Ärzte hatten das Geschwulst im Juli 2017 entdeckt, als sich der Ex-Präsidentschaftskandidat der Republikaner wegen eines Blutgerinnsels über dem Auge einer Operation unterziehen musste. Der frühere Vietnam-Kriegsgefangene steht der nominierten CIA-Chefin kritisch gegenüber, weil sie an der Folter von Gefangenen durch den Auslandsgeheimdienst nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 beteiligt gewesen sein soll. In der kommenden Woche soll der Senat über Haspels Nominierung abstimmen.

McCains Tochter Meghan McCain sagte dem Sender ABC am Freitag, sie verstehe nicht, wie Sadler noch immer im Amt sein könne. Der ehemalige Vize-Präsident Joe Biden sagte: „Die Leute haben sich gefragt, wann der Anstand bei dieser Regierung den Tiefpunkt erreichen würde. Gestern ist es passiert.“

( dpa )

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