Golanhöhen

Iran dementiert Beteiligung an Angriffen auf Israel

Der Iran bestreitet, für die jüngste Eskalation im Konflikt mit Israel verantwortlich zu sein. Berlin und Brüssel stehen hinter Israel.

Merkel äußert sich besorgt über jüngste Nahost-Krise

Nach den nächtlichen Angriffen der israelischen Armee auf iranische Stellungen in Syrien hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besorgt über die Lage in Nahost geäußert. "Die Eskalation d...

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Teheran.  Das iranische Außenministerium hat am Freitag eine iranische Beteiligung an den Raketenangriffen auf israelische Armeeposten tags zuvor auf den Golanhöhen dementiert. Israel benutze „frei-erfundene und grundlose“ Unterstellungen, um Angriffe auf syrische Ziele zu rechtfertigen, sagte Außenamtssprecher Bahram Ghassemi.

Nach Darstellung Israels hatten zunächst iranische Einheiten in Syrien israelische Stellungen auf den Golanhöhen mit Raketen angegriffen. Israelische Kampfflugzeuge griffen daraufhin Stützpunkte iranischer Verbände in Syrien an. Kurz zuvor hatte US-Präsident Trump den Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit Iran und neue Sanktionen gegen das Land verkündet.

Mogherini: Angriffe extrem besorgniserregend

Ghassemi kritisierte auch die Reaktion der internationalen Gemeinschaft auf die gegenseitigen Angriffe. „Mit solchen Reaktionen wird dem zionistischen Regime (Israel) nur grünes Licht für weitere Aggressionen gegeben, die die Region nur unsicherer und instabiler machen“, so der Sprecher laut Webportal des iranischen Außenministeriums.

Die EU betont unterdessen das Recht des jüdischen Staates auf Selbstverteidigung. Die Berichte über die erstmaligen direkten Angriffe iranischer Einheiten auf Israel von Syrien aus seien extrem besorgniserregend, sagte eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini am Donnerstagabend in Brüssel.

Maas verurteilt iranische Provokation

Israel habe ein Recht darauf, sich selbst zu verteidigen, betonte sie weiter. Ähnlich hatte sich zuvor schon Bundesaußenminister Heiko Maas geäußert, der die Angriffe auf die israelischen Streitkräfte als Provokation kritisierte.

Es war die bislang schwerwiegendste Konfrontation zwischen den beiden Staaten. Nach Worten des israelischen Verteidigungsministers Avigdor Lieberman wurde fast die komplette iranische Infrastruktur in Syrien getroffen. (dpa/rtr)

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