Heimatminister

Islamdebatte – Ex-SPD-Chef Gabriel springt Seehofer bei

Heimatminister Horst Seehofer erhält Rückendeckung aus Reihen der SPD: Ex-Parteichef Gabriel sieht die CSU nah am Gefühl der Menschen.

Darum geht es bei der Islam-Debatte wirklich

Islam-Debatte: Horst Seehofer sagt, der Islam gehört nicht zu Deutschland. Die Kanzlerin sagt das Gegenteil. Worum es bei der Debatte wirklich geht.

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Berlin.  Innen- und Heimatminister Horst Seehofer (CSU) bekommt in der Debatte um Patriotismus und Islam Unterstützung von Ex-Außenminister und Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel.

„Als aufgeklärter Liberaler“ könne man sich natürlich darüber lustig machen, dass das Innenministerium zu einem Heimatministerium erweitert wurde, schreibt Gabriel im „Spiegel“. „Aber die Wahrheit ist: Die CSU ist eine Volkspartei und hat gespürt, dass demokratische Parteien den Gefühlshaushalt unserer Nation besser nicht ignorieren.“

Gabriel: Patriotismus keine braune Ideologie

In dem Magazin bespricht Gabriel das Buch „Deutsch, nicht dumpf“ der Schriftstellerin und Kritikerin Thea Dorn. „Patriotismus als braune Ideologie oder überholte Sentimentalität abzutun ist ein fataler Fehler“, schreibt Gabriel. „Die Deutungshoheit darüber, was Heimat und Nation bedeuten, ist nicht exklusiv der extremen Rechten vorbehalten, und man sollte sie ihnen gerade jetzt nicht überlassen.“

Auch die umstrittenen Aussagen Seehofers zum Islam („Der Islam gehört nicht zu Deutschland“) lohnten den Streit, so Gabriel. „Denn offenbar gibt es zu der Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört, nicht nur intellektuell, sondern auch und vermutlich vor allem emotionalen Gesprächsbedarf in der Republik. Den dürfen die Vertreterinnen und Vertreter der Aufklärung nicht scheuen.“ (W.B.)

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