Russland-Affäre

Rudy Giuliani kommt an Bord von Trumps Anwaltsteam

Er ist bekannt als Fan von Trump, nun soll Rudolph Giuliani ihn in Rechtsfragen unterstützen. Er gilt als knallhart und arrogant.

New Yorks Ex-Bürgermeister Rudy Giuliani schließt sich dem Anwaltsteam von US-Präsident Donald Trump an. Das teilte Trumps Anwalt Jay Sekulow mit.

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Washington.  Rudy Giuliani (73), Ex-Bürgermeister von New York und Trump-Fan, soll das Anwaltsteam des US-Präsidenten in der Russland-Affäre verstärken. „Rudy ist großartig. Er ist schon lange mein Freund und er will diese Angelegenheit zum Wohl unseres Landes schnell klären“, sagte Präsident Donald Trump nach einer in der Nacht zum Freitag verbreiteten Erklärung des Weißen Hauses.

Giuliani erklärte, er tue das, weil er hoffe, „zum Wohle des Landes“ ein Ende der Russland-Untersuchungen erreichen zu können, berichtete die „Washington Post“. Er habe außerdem größten Respekt für den Präsidenten und für FBI-Sonderermittler Robert Mueller , sagte Giuliani.

Positives Image als Bürgermeister

Mueller und sein Team untersuchen, ob Russland die Präsidentenwahl 2016 beeinflusst hat und ob es dabei eine Zusammenarbeit mit dem Trump-Team gab. Giuliani soll an der Seite der Anwälte Ty Cobb und Jay Sekulow arbeiten.

Rudolph „Rudy“ Giuliani hat in seinem Leben schon sehr viel Politik gemacht. Er wurde nach Trumps Wahlsieg für mehrere Positionen in der Regierung gehandelt.

Weltweit bekannt wurde der Mann mit dem kantigen Kinn aus seinen knapp sieben Jahren als Bürgermeister von New York City (1994 bis Ende 2001). Giuliani hat sich in dieser Zeit ein gänzlich anderes, positives Image erworben als 2016, als er als einer der glühendsten Unterstützer in die Wahlschlacht für Donald Trump zog.

Giuliani verbreitete Verschwörungstheorien über Clinton

Begleiter loben den Charme des italienischstämmigen Giuliani, beschreiben ihn aber auch als arrogant und knallhart. Giuliani wurde im Frühjahr 2016 einer der engsten Verbündeten des künftigen US-Präsidenten. Im Wahlkampf 2016 war von seinem Charme nicht viel zu sehen. Er ereiferte sich auf vielen Veranstaltungen für den Republikaner und beteiligte sich an der Verbreitung von Verschwörungstheorien über Hillary Clinton. (dpa)