Bundestag

AfD-Abgeordneter soll Terrorverdächtigen beschäftigen

Ein AfD-Bundestagsabgeordneter beschäftigt offenbar einen Terrorverdächtigen als Referenten. Er soll ein Komplize von Franco A. sein.

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Jan Nolte am Rednerpult des Parlaments.

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Jan Nolte am Rednerpult des Parlaments.

Foto: M. Popow / imago/Metodi Popow

Berlin.  Der AfD-Bundestagsabgeordnete Jan Nolte soll einen Mitarbeiter beschäftigen, der von der Bundesanwaltschaft als Terrorverdächtiger eingestuft wird, wie „Zeit Online“ berichtet. Die Ermittler verdächtigten Maximilian T., eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben. Der Bundeswehr-Offizier soll Komplize von Franco A. sein, der sich als syrischer Flüchtling getarnt hatte und möglicherweise Anschläge verüben wollte.

T. war demnach im Sommer 2017 verhaftet worden, kurz nach Franco A. Er soll unter anderem eine Liste geschrieben haben, auf der Namen von Politikern und Organisationen wie Alt-Bundespräsident Joachim Gauck, der frühere Justizminister Heiko Maas oder das Zentrum für Politische Schönheit stehen. Die Liste könnte mögliche Anschlagsziele enthalten, wie die Bundesanwaltschaft vermute.

Hausausweis verweigert

Die Bundestagspolizei verweigerte T. schließlich einen Hausausweis, weil sie bei der Zuverlässigkeitsüberprüfung auf eine Warnung stießen: Gegen T. laufe ein Ermittlungsverfahren der Bundesanwaltschaft.

Trotz der Ermittlungen arbeite T. weiterhin als persönlicher Referent für Nolte, wie der Bundestagsabgeordnete „Zeit Online“ bestätigte. Sein Mitarbeiter habe sich nichts zu Schulden kommen lassen, Nolte kenne ihn als „differenzierten und besonnenen jungen Menschen“. (br)