Berlin

Hoffnung auf Durchbruch im Korea-Konflikt

Berichte über Beendigung des Kriegszustandes zwischen Nord und Süd. Gipfel am 27. April

Berlin. Die Anzeichen auf einen Durchbruch zur Lösung des Nordkorea-Konflikts verdichten sich. Nach Beginn einer beispiellosen Charme-Offensive des nordkoreanischen Diktators Kim Jong-un seit Ende vergangenen Jahres und positiven Signalen aus Seoul und Washington scheint sogar eine formelle Beendigung des Kriegszustandes zwischen Nord- und Südkorea nicht ausgeschlossen. Das jedenfalls meldet der amerikanische Fernsehsender CNBC. Dieser zitiert die südkoreanische Zeitung „Munhwa Ilbo“, die sich auf einen Regierungsmitarbeiter in Seoul beruft. Parlamentarier aus beiden Ländern arbeiteten an einer entsprechenden gemeinsamen Erklärung. Seit Ende des dreijährigen Korea-Kriegs 1953 herrscht zwischen dem Norden und dem Süden ein Waffenstillstand. Offiziell wurden die Kampfhandlungen nie eingestellt.

Am 27. April wollen sich der südkoreanische Präsident Moon Jae-in und Kim im Grenzort Panmunjom an der Demarkationslinie zu einem mit Spannung erwarteten Gipfel treffen. Die Hoffnungen auf eine Verschrottung von Nordkoreas Atomraketen erhielten neue Nahrung, als Südkoreas nationaler Sicherheitsberater und Geheimdienst-Chef im März Kim in Pjöngjang besucht hatten. Kim habe dabei eine „Entnuklearisierung“ der koreanischen Halbinsel versprochen. Im Mai oder Juni soll es ein Spitzentreffen zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump geben, bei dem der Amerikaner konkrete Abrüstungsschritte erwartet. 2017 hatte ein harscher Krieg der Worte zwischen Trump („Feuer und Zorn“ ) und Kim („dementer Greis“) die Sorge vor einem Nuklear-Konflikt in Ostasien genährt. Nordkorea hatte insgesamt sechs Atomtests sowie mehrere Tests von Langstreckenraketen durchgeführt, die auch US-Städte erreichen können. Daraufhin wurden harte internationale Sanktionen aufgelegt, an denen sich auch Nordkoreas Schutzmacht China beteiligte.

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