Rechercheprojekt

Bericht: So ist die AfD mit der extremen Rechten vernetzt

Die Mitglieder der AfD sind offenbar gut vernetzt. Einige Journalisten haben sich die Verbindungen zur extremen Rechten angesehen.

Er repräsentiert die AfD als Parteivorsitzender: Politiker Alexander Gauland.

Er repräsentiert die AfD als Parteivorsitzender: Politiker Alexander Gauland.

Foto: Axel Schmidt / REUTERS

Berlin.  Zwischen der AfD-Bundestagsfraktion und der rechtsextremen Szene gibt es nach Recherchen der „tageszeitung“ (Samstag) zahlreiche Verbindungen. Von den 92 Büros der AfD-Abgeordneten im Bundestag hätten mindestens 23 Verbindungen zu extrem rechten Organisationen, schreibt die „tageszeitung“ unter Hinweis auf ihr Rechercheprojekt „Netzwerk AfD“.

Die Berichterstattung zu dem Projekt startet am Wochenende. Die Dokumentation wurde den Angaben zufolge von der gewerkschaftsnahen Otto Brenner Stiftung mitfinanziert. An der Recherche mitgewirkt hätten auch das antifaschistische Archiv apabiz und die Zeitschrift „Der Rechte Rand“.

Verbindungen zu NPD und zur Identitären Bewegung

Demnach werde die AfD-Bundestagsfraktion zum Scharnier zwischen extremer Rechter und bürgerlicher Mitte, schreibt die Zeitung. Dieser Einschätzung zugrunde lägen mehrmonatige Untersuchungen, welchen politischen Hintergrund die über 300 Mitarbeiter der Fraktion und die Abgeordneten selbst haben.

Unter den Angestellten seien etwa ein ehemaliger NPD-Mitarbeiter und Personen aus dem Umfeld der Identitären Bewegung. Mindestens 48 Mitarbeiter hätten Verbindungen zu Organisationen der extremen oder Neuen Rechten.

Über ihre Mitarbeiter habe die AfD-Fraktion Verbindungen zu mindestens 30 extrem rechten Organisationen, fast das gesamte Spektrum sei dabei abgedeckt.

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Dutzende Verbindungen zu Burschenschaften

In mindestens 36 Fällen gebe es Verbindungen zu Burschenschaften, darunter auch zehn Organisationen, die als rechtsextrem gälten. Auch neurechte Medien wie die „Junge Freiheit“ oder „Compact“ seien gut mit der AfD vernetzt.

Unter den neuen Mitarbeitern der Bundestagsfraktion fänden sich auch Schriftsteller und Medienprofis, Menschen aus nichtstaatlichen Organisationen (NGO) und dem Kulturbetrieb. (epd)

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