AfD-Politikerin

Von Storch entschuldigt sich für Tweet – aber nur fast

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Diese vier Aussagen von AfD-Politikern sorgten für Wirbel

Diese vier Aussagen von AfD-Politikern sorgten für Wirbel

Die AfD provoziert regelmäßig mit Aussagen in der Öffentlichkeit. Diese vier Sprüche haben besonders für Wirbel gesorgt.

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Beatrix von Storch rückte die Amokfahrt von Münster in die Nähe des islamistischen Terrors. Nun entschuldigt sie sich – und holt aus.

Berlin.  Mit ihren Tweets nach der Amokfahrt von Münster hatte die AfD-Politikerin Beatrix von Storch für Aufsehen gesorgt. Als es noch keine Informationen zu Täter oder Motiv gab, rückte sie mit einem „WIR SCHAFFEN DAS!“ auf ihrem Twitter-Account die Tat in die Nähe des islamistischen Terrors.

Jetzt, nachdem es sogar Rücktrittsforderungen aus Reihen der CSU gegen von Storch gab, entschuldigt sie sich zwar. Allerdings nutzt sie die Gelegenheit, um die Amokfahrt erneut für ihre politische Zwecke zu instrumentalisieren.

AfD-Politikerin von Storch rechtfertigt sich

„Ich habe mit meinem Tweet zu Münster einen Fehler gemacht und das tut mir leid“, gibt sich die AfD-Politikerin zunächst auffallend besänftigend in ihrem ausführlich Facebook-Beitrag. „Ich habe einen falschen Verdacht zur Unzeit geäußert, bevor die Fakten bestätigt waren.“

Dann holt sie erneut aus. „Ich möchte nie wie Angela Merkel sein, die ihre Fehler nicht zugibt. Merkel bleibt bis heute bei ihrem ‘Wir schaffen das’.“

Durch Medienberichte über einen vermeintlichen Anschlag sei sie bestürzt und wütend auf die Bundesregierung gewesen. Sie schreibt weiter, dass es Hunderte islamistische Gefährder gebe, die ständig überwacht werden müssten. „Tickende Zeitbomben“ seien das für die AfD-Politikerin.

Sie sei in Sorge, erwähnt in dem Facebook-Beitrag immer wieder, dass sie mit neuen Anschlägen rechne, und fragt sich, wie das verhindert werden könne. „Der furchtbare Anschlag von Münster zeigte dasselbe Tatmuster wie bei den islamistischen Anschlägen zuvor.

„Diesmal war es aber ein psychisch kranker Einzeltäter“

Dann schwenkt von Storch für einen kurzen Moment auf die Opfer vom Breitscheitplatz und deren Angehörige, die von der „Bundesregierung im Regen stehen“ gelassen worden seien, ehe sie erneut fast schon gebetsmühlenartig betont: „Weitere Anschläge werden kommen.“

Dass es sich bei dem Täter um einen 48-jährigen Deutschen handelte, der einen Transporter in eine Menschenmenge steuerte, erwähnt von Storch dagegen lediglich in einem Halbsatz. „Diesmal war es aber ein psychisch kranker Einzeltäter.“ (bekö)