Moskau/London

Fall Skripal: Russland weist weitere 50 Briten aus

Moskau/London. Im Streit über den Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal hat Russland Großbritannien zum Abzug weiterer gut 50 diplomatischer Vertreter aufgefordert. Zusammen mit den bereits ausgewiesenen 23 Diplomaten sei dann Gleichstand bei der Zahl der Vertreter im jeweils anderen Land hergestellt, sagte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa am Sonnabend. Die britische Regierung muss nun entscheiden, welche Vertreter des diplomatischen oder des technischen Dienstes sie abzieht.

Am Freitag hatte Russland 59 ausländische Diplomaten des Landes verwiesen, darunter vier Vertreter Deutschlands. Die Regierung in Moskau reagierte damit auf die Ausweisung zahlreicher Vertreter aus mehr als 20 Staaten, die damit ihre Solidarität mit Großbritannien im Fall Skripal bekundeten. Die britische Regierung wirft Russland vor, hinter dem Giftanschlag auf Skripal und dessen Tochter Anfang des Monats in England zu stehen. Moskau bestreitet dies.

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