Gesundheitsminister

Nach offenem Brief: Jens Spahn antwortet Krankenschwester

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Gerade zwei Wochen im Amt, hat Gesundheitsminister Jens Span schon ziemlich viel Kritik einstecken müssen.

Gerade zwei Wochen im Amt, hat Gesundheitsminister Jens Span schon ziemlich viel Kritik einstecken müssen.

Foto: Adam Berry / Getty Images

Eine Krankenschwester kritisierte in einem offenen Brief auf Facebook Jens Spahn scharf. Nun reagiert der Minister mit einem Video.

Berlin.  Jens Spahn sei eine Fehlbesetzung im Amt des Gesundheitsministers. Seine Qualifikation reiche dafür nicht aus. Harte Worte, die die Krankenschwester Jana Langer in ihrem offenen Brief auf Facebook an den CDU-Politiker richtete. Nun antwortete Spahn ihr mit einem Video auf Facebook.

In einem emotionalen Schreiben hatte die Krankenschwester den Notstand in der Pflege, vor allem die „menschenunwürdigen“ Arbeitsverhältnisse, sowie die Missstände im deutschen Gesundheitssystem angeprangert. Der Facebook-Beitrag wurde bis Donnerstagabend mehr als 66.000-mal geteilt und fast 67.000-mal mit durchweg positiven Reaktionen markiert.

Spahn nahm nun sein regelmäßiges Facebook-Live-Video zum Anlass, um auf die Kritik Langers zu reagieren. Die Krankenschwester fordere zu Recht mehr Personal in der Pflege sowie eine bessere Bezahlung, gibt der Gesundheitsminister zu.

Jens Spahn spielt auf Zeit

„Genau daran möchte ich arbeiten mit dem Team hier im Bundesministerium für Gesundheit“, versichert Spahn. Er spricht von Mindestpersonalgrößen, von einheitlichen Tarifbezahlungen in der Pflege, von mehr Zeit für Patienten. Immerhin: Auch sein Beitrag wurde bis Donnerstagabend fast 27.000-mal mit Reaktionen markiert – im Gegensatz zu Langers Brief allerdings nicht nur mit positiven.

Lösungen hat Spahn noch nicht parat. „Ich nehme das als Ermutigung aus der Debatte mit aus den letzten Tagen. Genau daran wollen wir arbeiten“, verspricht er zwar, schränkt aber direkt ein: „Das ist nicht leicht, das ist nicht mal eben so gemacht.“

Spahn spielt auf Zeit. Er sei schließlich erst zwei Wochen im Amt. „Ein paar Tage mehr müsst ihr mir schon geben“, fordert er, um die Probleme angehen zu können. Es handle sich um einen langfristigen Prozess.

„In ein oder zwei Jahren“ soll sich aber etwas verbessert haben – so viel verspricht Spahn zumindest schon mal. Krankenschwester Langer wird ihn 2020 vielleicht daran erinnern.

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