Bildung

Giffey fordert: Erzieher sollen so viel verdienen wie Lehrer

Ministerin Giffey will, dass das Gehalt von Erziehern an das von Grundschullehrern angeglichen wird. Dafür sprächen mehrere Gründe.

Die neue Familienministerin Franziska Giffey fordert, dass Kinder möglichst früh eine gute Förderung erhalten.

Die neue Familienministerin Franziska Giffey fordert, dass Kinder möglichst früh eine gute Förderung erhalten.

Foto: FABRIZIO BENSCH / REUTERS

Berlin.  Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat eine deutlich bessere Bezahlung von Erziehern gefordert. Diese sollte auf das Niveau von Grundschullehrern angehoben werden, schlug die SPD-Politikerin in der „Bild am Sonntag“ vor (Bezahlinhalt) .

„Kitas sind Bildungseinrichtungen“, sagte sie. „Und aus meiner Sicht verdienen Erzieherinnen und Erzieher, auch jene, die im Ganztagsbetrieb im Hort arbeiten, eine Bezahlung ähnlich wie Pädagogen, die etwa in der Grundschule arbeiten.“

Es gehe schließlich um Menschen, „die in der Bildung arbeiten und die Basis für die Zukunft unserer Kinder und damit für die Zukunft der Bundesrepublik legen“, argumentierte Giffey. Außerdem würde eine Ausbildungsvergütung für angehende Erzieherinnen und Erzieher dazu führen, dass sich mehr junge Menschen für diesen Beruf entscheiden, sagte sie. Auf die Frage, wer dies alles bezahlen solle, antwortete die SPD-Politikerin: „Da sind alle gefragt, Bund und Länder.“

Giffey: Qualität der Kitas muss verbessert werden

Der Zeitung zufolge verdient ein Erzieher im Schnitt 2600 Euro brutto. In dieser Größenordnung liegen bei Grundschullehrern die Netto-Einstiegsgehälter. Deren Bezahlung ist allerdings von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

SPD präsentiert ihre Minister

Giffey betonte, Kinder müssten möglichst früh eine gute Förderung erhalten. Dafür seien mehr Kita-Plätze nötig. Außerdem müsse die Qualität der Kitas weiter verbessert werden. Dies gelte auch für die Ganztagsbetreuung an Grundschulen. Die dafür vom Bund vorgesehenen zwei Milliarden Euro seien nur ein erster Schritt.

„Eins ist klar: Was wir heute nicht in unsere Kinder investieren, wird später viel, viel teurer“, betonte Giffey. „Im Moment verlieren wir noch viel zu viele Kinder.“ Die entscheidende Frage sei, wie man es schaffe, „dass möglichst alle Kinder – egal aus welchen Familienverhältnissen – in der Schule Erfolg haben, eine Ausbildung oder ein Studium beenden können“. (dpa)