Terrorverdacht

Anklage gegen Syrer – Islamistischer Anschlag geplant?

Angeblich wollte er Hunderte Menschen töten: Gegen einen 20-jährigen Mann aus Syrien wurde nun Anklage wegen Terrorverdachts erhoben.

Generalbundesanwalt Peter Frank hat gegen einen Mann aus Syrien Anklage erhoben.

Generalbundesanwalt Peter Frank hat gegen einen Mann aus Syrien Anklage erhoben.

Foto: dpa Picture-Alliance / Federico Gambarini / picture alliance / Federico Gamb

Karlsruhe.  Wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen den 20-jährigen Yamen A. erhoben. Dem Syrer werde vorgeworfen, in Deutschland einen islamistisch motivierten Anschlag mit hochexplosivem Sprengstoff geplant und mit der Vorbereitung begonnen zu haben, teilte der Generalbundesanwalt in Karlsruhe am Donnerstag mit.

In der Mitteilung heißt es: „Nach den Vorstellungen des Angeschuldigten wollte er mit seinem Anschlag mindestens 200 Menschen töten und damit an die bisherigen dem Islamischen Staat zuzurechnenden Anschläge in Europa anknüpfen.“

Im Internet nach Bombenbau gegoogelt

Der Beschuldigte habe damit in der Bevölkerung „ein Klima der Angst und Verunsicherung schüren“ wollen, hieß es. Daher handele es sich um „eine staatsschutzspezifische Tat von besonderer Bedeutung“. Die Anklage wurde der Mitteilung zufolge am 5. März vor dem Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts in Hamburg erhoben.

Wann und wo genau der Mann den Anschlag begehen wollte, ist der Behörde zufolge unklar. Zur Umsetzung habe er sich über das Internet Kenntnisse zum Bau einer Sprengvorrichtung verschafft, hieß es. Der Beschuldigte war am 31. Oktober 2017 in Schwerin vorläufig festgenommen worden. (dpa)