EU

Europas Städte sollen bei Terrorabwehr kooperieren

Christian Kerl
Um Terroranschläge wie dem 2016 in Berlin zu verhindern, sollen Städte künftig zusammenarbeiten.

Um Terroranschläge wie dem 2016 in Berlin zu verhindern, sollen Städte künftig zusammenarbeiten.

Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

Europäische Großstädte sollen bei der Terrorabwehr besser kooperieren. Die Europäische Union stellt über 100 Millionen Euro bereit.

Brüssel.  Die EU-Kommission will europäische Großstädte zu einer besseren Zusammenarbeit bei der Terrorabwehr bewegen und stellt dazu eine Millionen-Förderung in Aussicht. „Auf die lokalen Akteure kommt es beim Schutz vor Terrorattacken im öffentlichen Raum an“, sagte der EU-Kommissar für die Sicherheitsunion, Julian King, unserer Redaktion.

King eröffnet am Donnerstag in Brüssel eine Konferenz mit Bürgermeistern europäischer Großstädte, um über Konsequenzen aus den Terroranschlägen unter anderem in Berlin, London, Paris und Nizza zu beraten. Für Hamburg nimmt die Vizepräsidentin der Bürgerschaft, Barbara Duden, teil, Berlin entsendet den Innen-Staatssekretär Torsten Akmann.

Von der EU kommen 120 Millionen Euro

„Die Konferenz soll dazu dienen, die Bedeutung von Kooperationen zu unterstreichen und voneinander zu lernen“, sagte King. Die Kommission lade dazu ein, in Projekten mitzuarbeiten. „Die EU stellt dafür Mittel von insgesamt 120 Millionen Euro bereit“, betonte King. Zugleich sollen die Städte auch ihre Erfahrungen austauschen, wie die Radikalisierung vor allem von Jugendlichen verhindert werden kann.

Die EU-Kommission hatte bereits im vergangenen Herbst einen Aktionsplan zum Schutz öffentlicher Räume vorgelegt, mit dem Lehren aus den jüngsten Terroranschlägen gezogen werden sollen. Dazu gehören unter anderem diskrete Barrieren an öffentlichen Plätzen oder in Fußgängerzonen, um etwa Attacken mit Lastwagen zu verhindern, aber auch vorausschauende Bauplanungen. King machte allerdings auch deutlich, dass die Vorbeugung Grenzen hat: „Wir wollen den öffentlichen Raum schützen, aber wir wollen gleichzeitig die Freiheit schützen, in der die Menschen leben.“

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