Italien-Wahl

Nach Wahlpleite: Aktien von Berlusconis Konzern stürzen ab

Für Silvio Berlusconi kommt’s dicke: Zuerst erlebte er bei der Italien-Wahl ein Pleite, dann gingen seine Mediaset-Aktien in die Knie.

Das Rechtsbündnis hat mit rund 37 Prozent der Stimmen gute Chancen auf die Macht in Italien, braucht aber Koalitionspartner.

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Frankfurt/Main.  Nach der Parlamentswahl in Italien haben sich Anleger gleich reihenweise von Mediaset-Aktien getrennt. Die Titel des Medienkonzerns des früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi rutschten in der Spitze um 7,7 Prozent auf 2,87 Euro ab und waren damit so billig wie seit knapp vier Monaten nicht mehr.

Sie bildeten das Schlusslicht im Mailänder Leitindex, der selbst zeitweise 2,1 Prozent verlor. Börsianer machten das enttäuschende Abschneiden von Berlusconis Partei Forza Italia bei der Wahl für den Kursrutsch verantwortlich.

Nach bisherigen Berechnungen legte die fremdenfeindliche Lega im Abgeordnetenhaus auf rund 18 Prozent kräftig zu und überholte damit Forza Italia, die auf knapp 14 Prozent kam. Im Senat, der zweiten Kammer des Parlamentes, zeichnete sich ein ähnliches Ergebnis ab. Damit wäre Berlusconis Forza Italia nicht mehr die stärkste Kraft im italienischen Mitte-Rechts-Bündnis. (rtr)