Politik

Mord oder fahrlässige Tötung

Vorsatz Die Berliner Richter gehen davon aus, dass die Auto-Raser „mittäterschaftlich und mit bedingtem Vorsatz“ handelten. Sie hätten zwar niemanden töten wollen, den Tod anderer aber billigend in Kauf genommen, um zu gewinnen. „Es ging um den Kick und das Ansehen in der Raser-Szene“, hieß es im Urteil. „Schon eine Gleichgültigkeit gegenüber dem zwar nicht erstrebten, wohl aber hingenommenen Tod des Opfers rechtfertigt die Annahme des bedingten Tötungsvorsatzes.“

Fahrlässigkeit Die Verteidiger plädierten auf fahrlässige Tötung. Sie monierten bei ihrer Revision, dass die Richter einerseits behaupten, die Angeklagten seien kurz vor dem Crash „objektiv völlig handlungsunfähig“ gewesen, parallel sollen sie genau zu diesem Zeitpunkt den Vorsatz gefasst haben.

Strafen Bei Mord droht den Angeklagten lebenslänglich. Bei fahrlässiger Tötung können sie zu maximal fünf Jahren Haft verurteilt werden.

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