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Streit um Waffen in USA – Melania Trump unterstützt Schüler

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First Lady Melania Trump sprach vor den Ehepartnern von Gouverneuren zu brisanten Themen.

First Lady Melania Trump sprach vor den Ehepartnern von Gouverneuren zu brisanten Themen.

Foto: Andrew Harnik / dpa

Melania Trump hat sich zum Massaker von Parkland in Florida geäußert. Die First Lady fand dabei ganz andere Worte als der Präsident.

Washington.  Öffentliche Äußerungen der First Lady Melania Trump sind selten. Nun hat sie sich ausgerechnet zum brisanten Thema Waffengewalt in den USA geäußert.

Das Massaker an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland sei „ein sinnloser Akt gewesen“, sagte die Präsidentengattin bei einem Treffen mit Ehepartnern der amerikanischen Gouverneure. Dass sich nun viele Schüler für schärfere Waffengesetze aussprächen, unterstützte Melania Trump. Dieser Protest sei ermutigend, sagte sie in ihrer kurzen Rede: „Sie sind unsere Zukunft, und sie haben es verdient, gehört zu werden.“

Donald Trump will Lehrer bewaffnen

Sie sei selbst Mutter und sie könne sich nicht vorstellen, wie groß die Trauer nach einer solchen Tragödie sein müsse, erklärte sie weiter. Als First Lady habe sie gelernt, dass Tragödien häufig „Stärke und Widerstandskraft“ bei den Menschen auslösten.

Melania Trump hatte ihren Ehemann begleitet, als er nach dem Massaker nach Florida gereist war, um sich mit Einsatzkräften und Angehörigen der Opfer zu treffen. Donald Trump hatte nach dem Massaker empfohlen, Lehrer an Schulen mit Waffen auszurüsten, um gegen Amokläufe gewappnet zu sein.

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Vor einigen Tagen hatte der Präsident Überlebende des Massakers zu sich ins Weiße Haus eingeladen. Dabei bekräftige Trump seinen umstrittenen Vorschlag – und brachte einen Bonus für Lehrer ins Spiel, die verdeckt Waffen tragen.

Donald Trump: Ich wäre da hinein gerannt

Auch der US-Präsident selbst sorgte für neuen Gesprächsstoff beim Thema Waffen. Nach eigener Einschätzung hätte er selbst sich dem Attentäter von Parkland auch unbewaffnet entgegengestellt. „Ich glaube wirklich, dass ich da hinein gerannt wäre, auch wenn ich keine Waffe gehabt hätte“, sagte Trump am Montag im Weißen Haus.

Das Weiße Haus kündigte unterdessen Gesprächsbereitschaft bei der Frage an, ob die Waffengesetze strikter gefasst werden sollen. Allerdings sind bisher seitens der republikanisch geführten Bundesregierung nur kleine Schritte in der Debatte. So will Trump notfalls eigenmächtig „Bump Stocks“ verbieten – Vorrichtungen, die eine halbautomatische Waffe de facto zu einer Maschinenpistole mit Dauerfeuer machen. Maschinenpistolen selbst sind in den USA für den privaten Gebrauch verboten. (W.B./dpa)

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