SPD-Chaos

Bericht: Nahles soll schon am Dienstag SPD-Chefin werden

In die Fresse: Andrea Nahles ist die neue starke Frau an der SPD-Spitze

In die Fresse: Andrea Nahles ist die neue starke Frau an der SPD-Spitze

Andrea Nahles soll SPD-Parteichefin werden. Redakteurin Johanna Rüdiger hat mit ihr über Polemik in der Politik gesprochen – und über ihr berühmtes "In die Fresse"-Zitat.

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Kommt der Wechsel an der SPD-Spitze früher als geplant? Laut einem Medienbericht wird Andrea Nahles schon Dienstag Parteichefin.

Berlin.  Der Wechsel an der Spitze der SPD vollzieht sich möglicherweise schneller als bislang geplant. Nach einem Bericht der „Bild am Sonntag“ soll die Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles bereits an diesem Dienstag zur kommissarischen Parteivorsitzenden ernannt werden.

Dies werde in der für diesen Tag angesetzten SPD-Präsidiumssitzung geschehen, schreibt das Blatt, ohne allerdings Quellen zu nennen.

Martin Schulz schlug Andreas Nahles vor

Noch-Parteichef Martin Schulz hatte am vergangenen Mittwoch angekündigt, er werde nach Ende des Mitgliedervotums zur großen Koalition am 2. März zurücktreten. Am Freitag hatte Schulz auf das Amt des Außenministers verzichtet, das er zuvor im Fall einer erneuten großen Koalition für sich beansprucht hatte. Schulz hatte Nahles als neue Parteichefin vorgeschlagen.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil forderte in der Zeitung erneut ein Ende der Personaldebatten in seiner Partei. Personalfragen würden erst nach dem Mitgliedervotum entschieden. „Wer meint, er müsste Personaldebatten vorher anheizen und Foul spielen, der muss mit der Roten Karte rechnen“, sagte Klingbeil.

Nahles fordert Ende der Personaldebatte in SPD
Nahles fordert Ende der Personaldebatte in SPD

Umfrage: Mehrheit ist skeptisch bei Nahles

Nach einer Emnid-Umfrage für die „Bild am Sonntag“ glauben nur 33 Prozent der Bürger, dass die SPD unter Nahles wieder erfolgreicher wird. 52 Prozent gehen davon nicht aus. 57 Prozent der Befragten wünschten sich eine Zustimmung der SPD-Mitglieder zur großen Koalition, 38 Prozent hofften auf eine Ablehnung. Bei den SPD-Anhängern waren 84 Prozent für Zustimmung, bei den Unions-Anhängern 87 Prozent. (dpa)

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