Berlin

SPD-Diskussion über Schulz hält an

Berlin. Was wird aus Martin Schulz? In der SPD hält kurz vor dem geplanten Ende der Koalitionsverhandlungen mit der Union die Debatte an, ob der SPD-Chef einen Ministerposten übernehmen soll. Die niedersächsische SPD-Landtagsabgeordnete Doris Schröder-Köpf äußerte sich skeptisch. „Ich glaube, dass es im Moment sehr schwer zu vermitteln ist, dass der Vorsitz der Partei vereinbar ist mit der Organisationstätigkeit eines Vizekanzlers und der Reisetätigkeit eines Außenministers“, sagte Schröder-Köpf der Deutschen Presse-Agentur. Die Stimmung an der Basis sei schlecht, viele Genossen fühlten sich geradezu gedemütigt. Ähnlich meldete sich die SPD-Vizefraktionschefin im Berliner Abgeordnetenhaus, Ülker Radziwill, zu Wort: „Um Glaubwürdigkeit zu gewinnen, ist es aus meiner Sicht wichtig, dass sich unser Parteichef auf die Erneuerung der Partei konzentriert und kein Ministeramt anstrebt.“ Schulz hatte nach der Wahl erklärt, er werde nicht als Minister unter Kanzlerin Angela Merkel (CDU) arbeiten. Mit dem Koalitionsvertrag wollen die Parteien bekannt geben, welche Ministerien CDU, CSU und SPD besetzen. Die Ministernamen sollen aber erst nach der Abstimmung der mehr als 440.000 SPD-Mitglieder eingesetzt werden.

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