Politik

AfD-Skandale in mehreren Landtagen

Empörung Im Bundestag hat die AfD bislang größere Skandale vermieden. In den Landesparlamenten sieht das anders aus. Dort lösen Äußerungen und Aktionen von AfD-Politikern immer wieder Empörung aus. So zum Beispiel im Februar, als André Poggenburg, Landeschef der Partei in Sachsen-Anhalt, Studierende im Landtag als „Wucherung am deutschen Volkskörper“ bezeichnete und forderte, „linksextreme Lumpen“ müssten von Hochschulen ausgeschlossen werden. Einige Monate vorher kassierte im Nachbarland Thüringen die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Wiebke Muhsal einen Ordnungsruf, nachdem sie im Nikab in den Plenarsaal gekommen war, um, wie sie sagte, „gegen die Entwürdigung der Frau durch die Vollverschleierung“ zu protestieren. In Sachsen sorgte Anfang des Jahres eine kleine Anfrage des Abgeordneten André Wendt für Entsetzen: Wendt hatte die Regierung des Freistaats nach den „Kosten für ,Hilfe bei Sterilisation‘ für unbegleitete minderjährige Ausländer“ gefragt. Schon im Herbst 2016 hatte Wendts Fraktionskollege Sebastian Wippel heftige Kritik ausgelöst. Wippel sagte in einer Debatte zur inneren Sicherheit über die Anschläge in Ansbach, Würzburg und München: „Leider hat es nicht die Verantwortlichen dieser Politik getroffen.“