Gewalt

#MeToo-Debatte: Mehr Opfer wenden sich an Beratungsstellen

Die online geführte Debatte über sexualisierte Gewalt hat Auswirkungen auf Hilfsnetzwerke. Deutsche Beratungsstellen melden Andrang.

#Metoo-Demonstration gegen sexualisierte Gewalt und sexistische Übergriffe Ende Oktober in Berlin-Neukölln. Eine amerikanische Schauspielerin hatten den Hashtag gestartet, Hunderttausende antworteten.

#Metoo-Demonstration gegen sexualisierte Gewalt und sexistische Übergriffe Ende Oktober in Berlin-Neukölln. Eine amerikanische Schauspielerin hatten den Hashtag gestartet, Hunderttausende antworteten.

Foto: bildgehege / imago/Bildgehege

Berlin.  Seit Millionen Frauen im Internet unter dem Hashtag #MeToo – „Ich auch“ – über sexuelle Belästigungen und Übergriffe bis hin zur Vergewaltigung berichten, suchen immer mehr Frauen Hilfe bei Beratungsstellen.

Der Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe teilte mit, dass zurzeit ein deutlich größerer Andrang herrsche. „Viele Betroffene merken erst durch Medienberichte, dass sie nicht allein sind und manchmal sprechen sie zum ersten Mal mit irgendjemandem darüber“, sagte die Sprecherin des Bundesverbands, Katja Grieger. „Hashtag-Debatten brechen Tabus.“

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Die Beratungsstellen des Bundes hätten in den letzten Jahren generell immer mehr Opfer und ihre Angehörigen besucht. 2016 waren es nach Angaben des Bundesverbandes rund 69.000 – etwa 10.000 mehr als zwei Jahre zuvor. (dpa)