Politik

„Halbmonde sind nicht gefährlich, nur krude Ideen“

Zum Artikel: „Halbmond des Anstoßes“ vom 4. November

In einer Zeit von religiös motivierten Anschlägen und befürchteter schleichender Islamisierung ein selten ungeschicktes Vorhaben. Ein Wikingerschiff wäre auch cool gewesen?!

Birgit Kant, via Facebook

Kann man einen Spielplatz nicht neutral gestalten? Das es hier zu Unstimmigkeiten kommen würde, war abzusehen.

Dietmar Schmitt, via Facebook

Und was ist mit dem Pumpwerk in Potsdam, das einer Moschee noch viel mehr gleicht und vor Jahrhunderten Muslime erbitterte? Auch abreißen? Müssen die Geschichten von 1001 Nacht jetzt aus den Regalen geräumt werden? Nicht die Halbmonde sind gefährlich, sondern die Menschen, die hinter allem versteckte Angriffe oder Gefahren vermuten und durch ihre kruden Gedanken erst Unruhe stiften.

Heide Binner, per E-Mail

Ausichtsratschef der Messe befeuert die Fiaskogeschichte

Zum Artikel: „Ein Abriss des ICC wird zu Beifallsstürmen führen“ vom 29. Okt.

Angeblich ist das ICC marode und mit Asbest belastet. Feine Ausreden. Wieso konnten denn dann dort Flüchtlinge untergebracht werden? Wenn an einem Gebäude nichts gemacht wird, verkommt es. Trotz Denkmalschutzes wurde bereits die Deutschlandhalle abgerissen. Eine schöne Demokratie haben wir. Alles wird so ausgelegt, wie es gerade gebraucht wird.

Ingrid Wolfram, Wittenau

Es ist kaum zu fassen, dass der neue Aufsichtsratsvorsitzende der Messe Berlin, Wolf-Dieter Wolf, wieder einmal den Abriss des ICC fordert. Und das nach über zehn Jahren Fiaskogeschichte mit unter anderem acht sinnlosen Gutachten zu alternativen Nutzungen, zahlreichen Untersuchungen vor Ort, mannigfaltigen Anhörungen in allen Fraktionen des Abgeordnetenhauses von Berlin und einer „endgültigen“ Entscheidung des Regierenden Bürgermeisters, das ICC endlich zu sanieren und wieder als Kongresszentrum erstehen zu lassen. Es bleibt eine Schande, dass das hervorragende Gebäude bis heute seit Jahren vergammelt und in einer sicher schwierigen Zeit zum teuersten Flüchtlingsheim der Welt wurde. Man muss das ICC in seiner architektonischen Ästhetik nicht mögen. Aber es ist eines der typischsten und prominentesten Bauwerke der 60er-Jahre, in denen es konzipiert wurde. Vor dem Hintergrund, dass es zu einem Wahrzeichen Berlins geworden ist und der großen städtebaulichen Bedeutung, ist nur zu bedauern, dass der Senat es bisher nicht geschafft hat, das Sanierungswerk zu angemessenen Kosten endlich zu beginnen und schnellstmöglich zu vollenden. Nicht weniger ärgerlich ist, dass die Stadt bis heute nicht in der Lage war, das ICC unter Denkmalschutz zu stellen. Dann blieben uns solche ärgerlichen Äußerungen wie von Herrn Wolf erspart.

Prof. Dr. Rolf Kreibich, Zehlendorf

Baumschule sollte Radweg oder Naturpfad beantragen

Zum Artikel: „Baumschule muss 17.000 Euro für 300 Meter Straße an die BSR zahlen“ vom 3. November

Man sollte Herrn Zahn und Herrn Rechberg raten, sich nicht mit wirtschaftlichen Themen oder sogar Arbeitsplätzen an die Senatoren zu wenden. Das Geld für die Stadt kommt doch von den Reichen – und Arbeitsplätze haben wir doch genug im Silicon Valley. Sie sollten den Weg als Radweg ausweisen lassen. Dafür ist Geld da, und das geht bestimmt auch ganz schnell mit der Genehmigung – oder es wird ein Naturpfad. Das sind doch die einzigen Dinge, die noch wichtig sind in Berlin. Wirtschaft – das ist was für andere Städte.

Anette Mojen, Schmargendorf

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