Politik

„An der Grundschule muss jeder Lehrer alles unterrichten“

Zum Artikel: „Scheeres prüft Einführung von Ein-Fach-Lehrern“ vom 27. Oktober

Aufgrund ihrer Ausbildung schlechter bezahlte Lehrer werden dennoch die gleiche Arbeit wie voll und besser ausgebildete Lehrkräfte leisten müssen. De facto musste an der Grundschule schon immer jede Lehrkraft alles unterrichten, unabhängig vom eigenen Fach. Aber in Zukunft werden es dann die Billiglehrkräfte sein. Ob diese dann bereit sind, die zusätzliche Gremienarbeit zu leisten, möchte ich stark anzweifeln. Die Diskussion über individuelle Arbeitsbelastung wird in die Schulen verlegt. Die Schulleitungen haben dann mal wieder den schwarzen Peter, denn sie machen die Einsatzpläne. Und unsere geniale Schulverwaltung kann sich in den Medien rühmen, alle freien Stellen besetzt zu haben. Die Auswirkungen bekommt sie ja nicht unmittelbar ab.

Susanne Held, Spandau

Die Überlegungen, Ein-Fach-Lehrer an den Schulen anzustellen, scheinen mir zumindest als Versuch nicht abwegig. Das wäre vor allem für Quereinsteiger denkbar. Der normale Ausbildungsmodus (zwei Fächer oder drei bei Grundschullehrern) muss deshalb nicht angetastet werden. Musiklehrer sind beispielsweise an vielen Schulen gefragt. Aber auch Mathematiklehrer könnten so gewonnen werden. Um auf entsprechende Stundenzahlen und Bezahlung zu kommen, könnten sie ja durchaus auch an zwei Schulen unterrichten.

Rainer Rittershaus, Zehlendorf

Neue Anwohner müssenvernünftig zur Arbeit kommen

Zum Artikel: „Buwog will in Spandau neues Quartier bauen“ vom 27. Oktober

Es ist sehr zu begrüßen, dass so viele neue und hoffentlich auch für Normalverdiener bezahlbare Wohnungen entstehen sollen. Leider denkt niemand darüber nach, wie diese Neubürger vernünftig zur Arbeit und zurück kommen sollen. Die verkehrenden Busse sind jetzt schon, trotz kurzer Taktzeiten, im Berufsverkehr überfüllt. Da haben wir bis Gartenfeld eine S-Bahntrasse, die wieder ertüchtigt und bis in die nördliche Wasserstadt nahe dem ehemaligen Kraftwerksgelände verlängert werden könnte. Stattdessen spielt man mit dem Gedanken auf die für jede Richtung dank Fahrradangebotsstreifen nur einspurige Streitstraße wieder noch eine Straßenbahn in den Stau zu stellen. Wo sind denn bei Bauarbeiten die Menschen, die auch das bei der Planung in der Verwaltung kontrollieren und gut umsetzen? Früher wurde erst Infrastruktur geschaffen und dann darum herum gebaut, siehe die U-Bahn zum Schlesischen Tor.

Viviane Schütt, per E-Mail

Für die Entscheidung istkein Gutachter notwendig

Zum Artikel: „Brandenburg fehlt die Tegel-Fantasie“ vom 27. Oktober

Der Flughafen Tegel gehört zum Land Berlin, dessen Bevölkerung mehrheitlich für den Erhalt gestimmt hat. Wenn man an die föderale Verfassung der Bundesrepublik glaubt, dann ist es heute Sache des Landes Berlin darüber zu entscheiden. Denn seinerzeit ist ein Zusammenschluss zwischen Berlin und Brandenburg am Widerstand des Landes Brandenburg gescheitert. Insoweit sind auch die rechtlichen Verknüpfungen überholt. Dazu ist kein Gutachter erforderlich. Schließlich geben die Fakten den Ausschlag, wie die Leistungsfähigkeit. An ein Luftkreuz ist nicht zu denken.

Gottfried Hecht, per E-Mail

Kinderarmut: Die heutige Anspruchshaltung ist hoch

Zum Artikel: „Jedes fünfte Kind von Armut bedroht“ vom 24. Oktober

Die Anspruchshaltung der heutigen Generation in vielen Lebensbereichen ist unerträglich. Und was die Kinderarmut betrifft, wird auf verdammt hohen Niveau gejammert.

Barbara Ulrich, per E-Mail

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