YouGov-Umfrage

Deutsche wollen lieber Neuwahlen als eine große Koalition

Laut einer aktuellen Umfrage plädieren 38 Prozent der Deutschen für eine Jamaika-Koalition. 25 Prozent wollen sogar neu wählen lassen.

Jamaika: An diesen drei Streitpunkten könnte eine Koalition scheitern

Bundestagswahl: Nachdem die SPD in die Opposition geht, ist rein rechnerisch nur eine Jamaika-Koalition möglich. Wie schwierig solche Koalitionsverhandlungen werden könnten, zeigen wir hier: Wir haben die Koalitionsverhandlungen mit Spielfiguren nachgestellt.
Mo, 25.09.2017, 16.19 Uhr

Jamaika: An diesen drei Streitpunkten könnte eine Koalition scheitern

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Berlin.  Rund 25 Prozent der Deutschen sind mit dem Ergebnis der Bundestagswahl so unzufrieden, dass sie neu wählen wollen. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor. Danach ist die Gruppe der Neuwahl-Befürworter deutlich größer als die derjenigen, die sich eine große Koalition aus Union und SPD wünschen (16 Prozent). Für eine Jamaika-Koalition aus CDU/CSU, FDP und Grünen plädieren 38 Prozent.

Überraschend ist, dass unter den AfD-Wählern die Neuwahl-Befürworter besonders stark vertreten sind. Obwohl die rechtskonservative Partei bei der Wahl am 24. September auf Anhieb auf 12,6 Prozent gekommen ist, sprechen sich in der YouGov-Umfrage 62 Prozent ihrer Wähler für einen neuen Urnengang aus. Auch bei der Linken (38 Prozent) und der SPD (32 Prozent) ist der Wunsch nach einer Neuwahl verhältnismäßig hoch. Bei der FDP sind es dagegen nur 17 Prozent, bei den Grünen 14 Prozent.

Union-Wähler für Jamaika-Bündnis

Von den Wählern der Union sind sogar nur acht Prozent für eine Neuwahl. 55 Prozent befürworten dagegen ein Jamaika-Bündnis, 28 Prozent eine große Koalition, die die SPD allerdings ausgeschlossen hat . Bei Grünen (70 Prozent) und der FDP (62) gibt es eine deutliche Mehrheit für ein Jamaika-Bündnis. (dpa)

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