Politik

„Die Verantwortlichen können nur Provinz“

| Lesedauer: 3 Minuten
Peter Oldenburger

Zum Artikel: „Ex-Arbeitsagentur-Chef soll Behörden retten“, v. 13. September

Die Entwicklung der Stadt seit der Wiedervereinigung zeigt, dass Berlin als Hauptstadt ein großes Problem hat: Die Verantwortlichen können nur Provinz. Diese von den Verantwortlichen erkannte eigene Unsicherheit wird leider auf die Mitarbeiter übertragen, indem diesen auch nichts zugetraut wird. Immer wieder sollen externe Experten, ohne Kenntnis der Verhältnisse, die Situation retten. Das konnte bisher nicht gelingen, da die Mitarbeiter nie tatsächlich eingebunden werden. Dass Herr Alt, trotz fehlender Kenntnisse über Strukturen und Abläufe in der Berliner Verwaltung, sich der Aufgabe mit 67 Jahren gewachsen fühlt, ehrt ihn sehr. Es bleibt zu hoffen, dass sein Selbstbewusstsein, sein Können, wie auch das der viel gelobten Experten, in dieser Angelegenheit nicht übersteigt. Warten wir die Ergebnisse ab. Ich vermute, es wird weiter „gewurstelt“, wie bisher.

Bernhard Siegemund, per E-Mail

Warum sich ein Dutzend Berater dumm und dämlich verdienen sollen, verstehe ich nicht. Macht es besser so, wie vor 20 Jahren. Stellt die benötigten Leute ein, öffnet wieder die geschlossenen Bürgerämter und legt los. Damals brauchte man keine Termine. Man konnte spontan seine Angelegenheiten am selben Tag erledigen, ob Neuzulassung eines Autos oder einen Reisepass beantragen.

Reinhard Grüneberg, via Facebook

Bitte die A100 weiterbauen und verlängern

Zum Artikel: „Berlin baut Deutschlands teuerste Autobahn“, von 12. Oktober

Bitte die A100 weiterbauen und verlängern. Diejenigen, die dagegen sind, haben bestimmt nicht den Druck, rechtzeitig am Arbeitsplatz zu sein. Zum Beispiel nach etwa eineinhalb bis zwei Stunden Fahrt von Lichtenberg bis nach Lichtenrade.

Bilyana Lorenz , via Facebook

473 Millionen Euro! Gebt 1892 Berliner Familien, die unter der Armutsgrenze liegen – mit und ohne Migrationshintergrund – zu gleichen Anteilen jeweils 125.000 Euro. Wenn dieses Geld für die schulische Laufbahn der Kinder, arbeitsbildende Maßnahmen der Eltern sowie in gutes Essen investiert wird, dann habt ihr das Geld in Form von Steuern schnell wieder drin.

Sascha Hengåed, via Facebook

Ich habe den Verdacht, dass jene, die hier den Bau von drei Kilometern Autobahn für 470 Millionen Euro begrüßen, auch diejenigen sind, die jammern, wenn mal „von ihren Steuergeldern“ ein paar Radwege gebaut werden.

Norbert Michalke, via Facebook

Das beste daran ist: Für den Autobahnbau braucht es Ausgleichsflächen. Die wurden in Neukölln geschaffen, in Form eines Parks direkt neben dem Tempelhofer Feld. Als ob wir viel zu viel Bauland in Berlin hätten und das Tempelhofer Feld nicht groß genug wäre.

Andy Srenoc, via Facebook

So werden diese Modelle aber zu Schattenhaushalten

Zum Artikel: „Private Autobahnen – ein Irrweg?“, vom 12. September

An ÖPP-Modellen (öffentlich-private Partnerschaften) von Banken, Versicherungen und finanzierten Infrastrukturfonds werden sich private Investoren nur beteiligen, wenn sie dafür einen Renditeaufschlag von mindestens zwei Prozentpunkten oberhalb der Verzinsung von Staatsanleihen erhalten. So werden diese Modelle aber zu Schattenhaushalten. Geschaffen zur Umgehung

der gesetzlichen Vorschriften. Und zu einem Preis, der über den Kosten der Kreditfinanzierung liegt. Und der schon notorische Murks des Dobrindt-Ministeriums macht alles noch schlimmer.

W.-R. Heilmann, Schöneberg

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