Bundestagswahl

So funktioniert die Bundestagswahl 2017: Die Erststimme

Jeder Wähler hat bei der Bundestagswahl zwei Stimmen.

Jeder Wähler hat bei der Bundestagswahl zwei Stimmen.

Foto: imago stock&people / imago/blickwinkel

Bei der Bundestagswahl dürfen die Wähler zwei Stimmen abgeben. Was genau hat es eigentlich mit der Erststimme auf sich? Eine Erklärung.

Berlin.  Bei der Bundestagswahl am 24. September hat jeder Wähler zwei Stimmen: die Erst- und die Zweitstimme. Über die Erststimme entscheiden die Wähler per Direktwahl, welcher Abgeordnete des eigenen Wahlkreises in den Bundestag einzieht. Jede Partei stellt pro Wahlkreis nur einen Kandidaten auf. Auch parteilose Kandidaten können sich zur Wahl stellen.

Die Namen der Direktkandidaten sind in der linken Spalte des Stimmzettels in der Reihenfolge der Landeslisten aufgeführt. Danach folgen in alphabetischer Reihenfolge die Direktkandidaten von Parteien ohne Landeslisten und von Wählergruppen oder Einzelbewerbern, die für den jeweiligen Wahlkreis zugelassen wurden.

299 unterschiedliche Stimmzettel werden gedruckt

Die Reihenfolge ist übrigens nicht auf allen Stimmzetteln im Bundesgebiet gleich. Für jeden Wahlkreis werden eigene Stimmzettel gedruckt. Der Grund: In jedem der 299 Wahlkreise in Deutschland treten unterschiedliche Direktkandidaten an. Daraus folgt, dass es 299 unterschiedliche Stimmzettel-Versionen geben muss.

Den Aufbau regelt Paragraf 30 des Bundeswahlgesetzes. Die Reihenfolge ist zunächst nach den Parteien bestimmt, die mit Landeslisten antreten, also nach der rechten Spalte des Stimmzettels. Ihre Reihenfolge richtet sich nach dem Ergebnis, das die Parteien bei der vergangenen Bundestagswahl 2013 in dem jeweiligen Land erzielt haben. Die übrigen Parteien sind in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

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