Rechtsextremismus

Provider will US-Neonazi-Seite „Daily Stormer“ loswerden

Eine rechts US-Website geht demnächst womöglich offline: „The Daily Stormer“ hatte den Nazi-Aufmarsch in Charlottesville unterstützt.

In Charlottesville war am Wochenende ein Aufmarsch von Nenazis von gewalttätigen Auseinandersetzungen geendet.

In Charlottesville war am Wochenende ein Aufmarsch von Nenazis von gewalttätigen Auseinandersetzungen geendet.

Foto: Steve Helber / dpa

Berlin.  Die rechtsextremistische Internet-Seite „Daily Stormer“ wird womöglich bald vom Netz genommen. Der Webhoster GoDaddy hat die Betreiber der Neonazi-Seite aufgefordert, zu einem anderen Anbieter zu wechseln. „The Daily Stromer“ sei informiert worden, sich binnen 24 Stunden einen neuen Provider zu suchen, twitterte GoDaddy am Montag. Grund sei der Verstoß gegen die Nutzungsregeln.

„The Daily Stormer“ hatte am Wochenende den Aufmarsch von Rechtsradikalen und Neonazis in Charlottesville im US-Bundessstaat Virginia unterstützt. Bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten waren 15 Menschen verletzt worden. Danach fuhr ein mutmaßlicher Rechtsextremist mit einem Auto in eine Gruppe von Gegendemonstranten, eine 32-jährige Frau starb. Das Todesopfer wurde auf der „Daily Stormer“-Seite massiv verunglimpft und beleidigt.

Am Montag hatte zudem ein möglicher Hackerangriff auf die „Daily Stormer“-Seite Fragen aufgeworfen. „Diese Seite ist nun unter der Kontrolle von Anonymous“, hieß es in einem Artikel. Die Aktion sei im Namen der Opfer von Charlottesville erfolgt, die „Opfer von weißem rechtsextremen Terror“. Zunächst war aber unklar, ob tatsächlich des Netzwerkes Anonymous dahintersteckte.

Auf der Twitter-Seite von „YourAnonNews“ hieß es am Montag: „Wir haben bislang keine Bestätigung, dass „Anonymous" involviert ist.“ Es sehe eher nach einem Kunststück von „Daily Stormer“ selbst aus. (dpa)